Interview

Bei Amazon sollen Roboter die Arbeitsbedingungen verbessern

| Autor: Benedikt Hofmann

Insgemsamt traten 16 Hochschulteams zur Challenge an.
Insgemsamt traten 16 Hochschulteams zur Challenge an. (Bild: Hofmann/MM LOGISTIK)

Bei Amazon Robotics arbeiten mehr als 500 Experten an Automatisierungslösungen, die die Arbeitsbedingungen in den Fulfillment-Zentren von Amazon einfacher und effizienter machen. Die Roboter sollen sich dabei an die Menschen anpassen und nicht umgekehrt, wie Tye Brady, Chief Technologist des Unternehmens, erklärt.

Es war eine ganz besondere Atmosphäre, die Anfang Juli in den Hallen der Leipziger Messe herrschte. Verantwortlich waren ganze Horden junger, engagierter Menschen aus aller Welt, die ihre Fähigkeiten im Programmieren verschiedenster Roboter beweisen und auch messen wollten. Geladen hatten der RoboCup und die Amazon Picking Challenge. Der perfekte Ort also, um sich mit Tye Brady, seines Zeichens Cheftechnologe bei Amazon Robotics, zu treffen und inmitten der Teilnehmer über die Kombination Roboter und Logistik zu sprechen.

Tye Brady ist Chief Technologist bei Amazon Robotics.
Tye Brady ist Chief Technologist bei Amazon Robotics. (Bild: Hofmann/MM LOGISTIK)

Mr. Brady, Sie scheinen sich hier äußerst wohl zu fühlen ...

Es ist großartig hier zu sein! Für mich ist Innovation wirklich der Kern von Amazon, sie steckt tief in unserer DNA. Hier zeigt sich einfach, dass Innovation aus allen Richtungen und durch unterschiedliche Blickwinkel kommen kann. Durch diese Veranstaltung findet ein toller Austausch zwischen der Industrie und der akademischen Welt statt. Das ist sehr wichtig!

Hier in den Hallen der Leipziger Messe regieren heute – wenig überraschend – die Roboter. Wird das in Zukunft auch in den Logistikzentren der Fall sein und wird der menschliche Arbeiter verdrängt?

Generell gesagt nutzen wir Automatisierung und Robotik, um die Prozesse in unseren Logistikzentren effizienter und leistungsfähiger zu machen. Es geht uns sicher nicht darum, Arbeitskosten einzusparen. Sie können das schon heute in unseren Amazon-Robotics-enabled-Fulfillment-Zentren sehen. Hier arbeiten Menschen und Maschinen quasi Hand in Hand. Durch die Automatisierung können wir die Effizienz der Mitarbeiter deutlich erhöhen, zum Beispiel indem sie nicht mehr zum Regal laufen müssen, da das Regal zu ihnen kommt. Es geht nicht darum, menschliche Arbeit zu ersetzen, sondern sie möglichst gut zu unterstützen.

Wenn Menschen und Maschinen direkt zusammenarbeiten, bringt das aber natürlich neue Probleme. Die Sicherheit ist hier ein wichtiges Schlagwort.

Das ist absolut richtig! Für mich ist ganz wichtig, dass sich nicht die Menschen an die Maschinen, sondern die Maschinen an die Menschen anpassen müssen. Wenn wir unseren Job richtig machen, dann bauen wir Maschinen so, dass sie grundsätzlich dazu in der Lage sind, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Hier ist es die Aufgabe der Designer, sicherzustellen, dass die Roboter für die Welt der Menschen gemacht sind.

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