Suchen

Auto-ID Beleglos verwaltete Verteilzentren arbeiten effizienter

| Autor / Redakteur: Uwe Hennig / Volker Unruh

Seit 1910 produziert Elten im niederrheinischen Uedem Arbeits- und Sicherheitsschuhe. Seit der Umstellung auf drahtlose Datenübertragung und beleglose Lagerverwaltung arbeitet das unternehmenseigene Logistikzentrum wesentlich effizienter.

Firmen zum Thema

Das bei Elten eingesetzte Datenfunkterminal CK31 von Intermec ist mit einem farbigen Touchscreen und einem CCD-Kamerasystem als Scan-Engine ausgestattet.
Das bei Elten eingesetzte Datenfunkterminal CK31 von Intermec ist mit einem farbigen Touchscreen und einem CCD-Kamerasystem als Scan-Engine ausgestattet.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der im Jahr 1910 von Johann van Elten gegründete Sicherheitsschuh-Hersteller Elten zählt zu den führenden Produzenten von Sicherheits- und Berufsschuhen in Europa. Rund 170 Mitarbeiter vertreiben pro Jahr 1,5 Mio. Paar Sicherheitsschuhe. Neben der reinen Herstellung positioniert sich das Unternehmen auch als leistungsfähiger Distributor, der über Stützpunkthändler einerseits den Fachhandel, andererseits aber auch Großunternehmen wie Volkswagen, Thyssen oder die Deutsche Steinkohle AG direkt beliefert.

Internationale Schuhmarken wie Lowa setzen hierzulande auf das logistische Know-how und nutzen Elten als Distributionspartner. Mit den eigenen Produkten hat sich der niederrheinische Hersteller längst über die deutschen Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Außer Österreich und der Schweiz beliefert das Unternehmen auch die Benelux-Staaten und die skandinavischen Länder. Auch einige asiatische Länder wie Singapur beziehen die Qualitätsprodukte vom Niederrhein.

Bildergalerie

Funknetz übermittelt Warenbestände zeitnah

Um den Kunden aus Handel und Industrie nicht nur eine hohe Produktqualität zu bieten, sondern sie auch mit georderter Ware schnell und günstig zu beliefern, betreibt Elten unweit der eigentlichen Produktionsstätte ein eigenes Logistikzentrum. Gemeinsam mit dem Partner DHL organisiert das Unternehmen von hier aus seine Dienstleistungen. Industriekunden bietet es eine Bevorratung und die kontinuierliche Belieferung der gewünschten Sicherheits- und Arbeitsschuhe. Auf diese Weise erhält nicht etwa nur die jüngste Auszubildenden-Generation eines Großunternehmens an ihrem ersten Arbeitstag die passende Schuh-Ausstattung. Auch Einzelpaare liefert Elten sowohl an Industriekunden als auch an Fachhandelspartner auf Zuruf.

Bereits seit der Inbetriebnahme des im Jahr 2002 entstandenen Logistikzentrums nutzt Elten hier ein hochmodernes WLAN-Funknetz. Der Logistikleiter Georg Maxwill und sein Mitarbeiter-Team sind dadurch über den gesamten Warenbestand zeitnah und genau informiert. Das ist wichtig, denn das Logistikzentrum dient nicht nur als Verteiler für bereits produzierte, bestellte Ware, sondern auch als Umschlagplatz für Materialien, die von der benachbarten Fertigungsstätte zur Herstellung der Sicherheitsschuhe geordert werden.

Durch die Umstellung der früher beleggeführten Lagerverwaltung auf eine komplett papierlose Lösung konnte Elten eine signifikante Effizienzsteigerung erreichen. Früher traten durch zeitversetzte Buchungsvorgänge Zeit-Lecks auf, die dazu führten, dass der Kommissionierer plötzlich vor einem leeren Regalfach stand, wo sich seinen Unterlagen zufolge noch Ware befinden sollte. Dieses Problem hat Elten in den Griff bekommen, seit Citrix-Clients und eine moderne Lagerverwaltungs-Applikation den „Papierkrieg“ beendet haben.

Fehler bei der Einlagerung werden jetzt vermieden, weil zunächst das Fach und dann der Karton gescannt werden. Falsch ausgewählte Fächer werden dem Lagerpersonal sofort signalisiert. Diese Lösung trägt in erheblichem Maße zur Prozessoptimierung bei. Als Hardware-Lösung hierfür verwenden die Elten-Mitarbeiter das im letzten Jahr angeschaffte mobile Handterminal CK31 von Intermec.

Die Mitarbeiter stimmten bei der Terminalwahl mit ab

Bei der Anschaffung und Integration dieser Datenerfassungsterminals erhielt Ralf Görtz, Gesamtleiter EDV bei Elten, Unterstützung vom Intermec-Partner Norlan. Norlan-Geschäftsführer Frank Verhufen und sein achtköpfiges Team konnten Ralf Götz durch eine unproblematische Teststellung, fachlichen Support und schließlich auch durch eine schnelle Abwicklung des Projektes überzeugen. Als weiteren Pluspunkt wertet Görtz die räumliche Nähe zum Intermec-Systemhauspartner, der im benachbarten Neukirchen-Vluyn ansässig ist und dadurch bei eventuell auftretenden Fragen schnell vor Ort sein kann.

Die Einführung der Intermec-Datenerfassungsterminals erfolgte bei Elten in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern. So konnten die Arbeitskräfte das CK31 über mehrere Wochen mit dem Produkt eines anderen Anbieters vergleichen. Das Ergebnis war eindeutig: Die Elten-Lageristen gaben der Intermec-Hardware den Vorzug, weil sie unter anderem durch einen Pistolengriff ergonomischer konstruiert ist und insgesamt einen robusteren Eindruck hinterließ. Das kontrastreiche Farbdisplay lässt sich sowohl im Lager unter diffusen Lichtverhältnissen als auch im Freien gut ablesen. Zudem verfügt der Bildschirm über eine Touch-Funktion, wodurch sowohl Tastatur-basierte Anwendungen als auch graphische Lösungen unterstützt werden.

EDV-Leiter Ralf Görtz überzeugte über das positive Mitarbeitervotum hinaus auch die eingesetzte Scan-Engine. Das verwendete CCD-Kamera-system zeigte sich der Lasertechnik bei der Elten-Anwendung deutlich überlegen. Im Praxistest hat die Lösung eindeutig performantere Leseergebnisse erbracht. Auch beschädigte oder hinter Folie angebrachte Barcodes waren lesbar. Als weiteren Pluspunkt beurteilte Görtz, dass das CK31 mit einem leistungsstarken Lithium-Ionen-Akku ausgeliefert wird, dessen Kapazität problemlos für eine komplette Arbeitsschicht ausreicht. Basierend auf dem Betriebssystem Windows CE.NET von Microsoft und einer standardmäßigen 802.11g-WLAN-Schnittstelle bietet das System die für eine moderne Lagerverwaltung essentielle Echtzeitdatenerfassung.

Beleglose Inventur spart sehr viel Zeit

Logistik-Leiter Georg Maxwill ist von der Lösung auch nach längerer Zeit im Praxiseinsatz überzeugt: Das Scannen von Einzelkartons und Lagerplatz hat zu einer deutlichen Minderung von Fehlerquellen geführt, erläutert er. Zeiteinsparungen kann Maxwill besonders gut am Beispiel der Inventur beziffern: Während er und seine Mitarbeiter früher rund zwei Tage mit dem Auszählen der Artikel beschäftigt waren, benötigen sie heute nur noch einen halben bis einen Tag. Seit über das CK31 die gesamte Inventur abgewickelt wird, wird Maxwill zufolge nicht nur schneller, sondern auch sicherer und genauer gearbeitet als zu Zeiten der beleggeführten Inventur. In einem nächsten Schritt plant Elten, die gesamte Kommissionierung über das CK31 abzuwickeln.

Rund 250 Warensendungen verlassen täglich das 6500 m² große Hochregallager von Elten. Da das Unternehmen in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich arbeitete, erreicht das 2002 erbaute Lager inzwischen zeitweise die Kapazitätsgrenze. Aufgrund der guten Zusammenarbeit wird Elten wohl auch bei einem künftigen Ausbau des Lagers in Sachen Logistiklösungen, Hardware und Service auf den Partner Norlan und Technik von Intermec setzen.

Uwe Hennig ist D-A-CH-Geschäftsführer der Intermec Technologies GmbH für Deutschland, Österreich und die Schweiz (D-A-CH) in 40549 Düsseldorf, Tel. (0211) 536-0 , uwe.hennig@intermec.de

(ID:241600)