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Elektro-Lkw BMW nimmt elektrischen 40-t-Lkw in Betrieb

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Seit 6. Juli ist der 100 % elektrische Lkw der BMW Group und der Scherm Gruppe in Betrieb. Damit ist BMW der erste Automobilhersteller in Europa, der einen 40-t-Elektro-Lkw für Materialtransporte im öffentlichen Straßenverkehr nutzt. Den Startschuss im Werk München gab Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

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v.l.n.r.: Kurt J.F. Scherm, Geschäftsführer Scherm Gruppe, Hermann Bohrer, Leiter BMW Group Werk München, Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Jürgen Maidl, Leiter Logistik BMW Group und Jens Röver, Stadtrat der Stadt München.
v.l.n.r.: Kurt J.F. Scherm, Geschäftsführer Scherm Gruppe, Hermann Bohrer, Leiter BMW Group Werk München, Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Jürgen Maidl, Leiter Logistik BMW Group und Jens Röver, Stadtrat der Stadt München.
(Bild: BMW)

Die ersten Testfahrten hat der 40-Tonner – ein Modell des niederländischen Herstellers Terberg – erfolgreich absolviert. Am 7. Juli wird das Fahrzeug in den Regelbetrieb übergehen und künftig acht Mal täglich zwischen dem Scherm Logistikzentrum und dem BMW Werk München pendeln. Transportiert werden unterschiedliche Fahrzeugkomponenten, zum Beispiel Stoßdämpfer, Federn und Lenkgetriebe. Der Elektro-Lkw wird ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen geladen. Dadurch und durch den alternativen Antrieb ist er CO2-frei, leise und nahezu ohne Feinstaubbelastung für die Umwelt unterwegs. Im Vergleich zu einem Laster mit Dieselmotor wird der elektrische Lkw 11,8 t CO2 jährlich einsparen. Das entspricht der Fahrstrecke eines BMW 320d Efficient Dynamics von nahezu drei Mal um die Welt, so das Unternehmen.

Kompletter Produktionstag ohne Ladevorgang

Das Aufladen der Lkw-Batterie nimmt drei bis vier Stunden in Anspruch. Voll geladen hat das Fahrzeug eine Reichweite von bis zu 100 km. Somit kann der Elektro-Lkw den Unternehmen zufolge theoretisch einen kompletten Produktionstag ohne zusätzlichen Ladevorgang absolvieren. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Bayern ist führender Industrie- und Forschungsstandort. Es ist von zentraler Bedeutung, dass die bayerische Wirtschaft auch bei der Elektromobilität an der Spitze steht. BMW leistet dazu einen wichtigen Beitrag und zeigt, dass man im globalen Wettbewerb gerade mit nachhaltig erzeugten Produkten von innovativen Unternehmen Erfolg haben kann.“

Beitrag zur nachhaltigen Produktion

Hermann Bohrer, Leiter des BMW Werks München: „Mit unserem Elektro-Lkw setzen wir ein weiteres starkes Zeichen für nachhaltige, urbane Mobilität. Wir leisten einen Beitrag dazu, die Emissionen in der Stadt zu reduzieren und sind stolz darauf, als erster Automobilhersteller in Europa, einen elektrischen Lkw dieser Größe auf öffentlichen Straßen einzusetzen.“ Somit leiste der innovative Lkw einen weiteren wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Produktion. Jürgen Maidl, Leiter Logistik der BMW Group, betonte die Potenziale des Elektro-Lkw. „Mit diesem Projekt gewinnen wir sehr wertvolle Erkenntnisse, was in puncto City-Logistik mittels Elektro-Lkws künftig möglich ist. Die BMW Group beschreitet zusammen mit unserem Partner Scherm Gruppe erneut mutig neue Wege und leistet Pionierarbeit.“

Nachhaltige Transporte

Kurt J. F. Scherm, Geschäftsführer der Scherm Gruppe unterstrich: „Als Anbieter von Transportlösungen ist es uns besonders wichtig, auch nachhaltige Transporte anzubieten. Der Elektro-Lkw ist der erste Schritt in Richtung CO2-reduzierte Transportlogistik. Zudem ist der innovative Lkw mit 100 % Ökostrom beladen.“ Urbane Mobilität – und dazu zählen aus Sicht von BMW auch innerstädtische Logistikströme und Transportverkehre – ist demnach ein Thema mit großem Zukunftspotenzial. Seit Ende 2013 ist die Marke BMW i auf dem Markt. Zudem hat das Unternehmen sein Car-Sharing Programm Drive Now gestartet. Schritt für Schritt werden derzeit BMW i3 Fahrzeuge in die DriveNow Flotten eingeführt.

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