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Wertgutlogistik Das Rätsel um die Gold-Lager – gelöst!

| Redakteur: Robert Weber

Zwei Bundestagsabgeordnete wollten die Goldreserven der Deutschen Bundesbank in Paris und London einsehen und hatten keine Chance. Wir von MM Logistik wollten wissen, wie viel die Lagerung des Goldschatzes eigentlich kostet und hatten keine Chance. Jetzt antwortet die Bundesbank.

(Bild: Apollo2005 unter CC BY-SA 3.0, wikimedia.org)

Mittlerweile nimmt sich auch der Bundesrechnungshof des Themas an und fordert eine regelmäßige physische Kontrolle der im Ausland lagernden deutschen Goldreserven. Er empfiehlt der Bundesbank, mit den drei ausländischen Lagerstätten (USA, Frankreich, Großbritannien) ein Recht zur physischen Prüfung der Bestände auszuhandeln, schreibt die „Welt“.

0,035 Pfund pro Barren

Der Logistiker weiß: Lagerfläche ist teuer und gerade bei Gold kommen kostspielige Sicherungstechniken mit auf die Rechnung. Die Frage: Wie viel überweist die Bundesbank an die Kollegen? Gegenüber MM Logistik erklärte Anfang der Woche eine Sprecherin der Bank: „Sie können gerne die entsprechenden Notenbanken fragen, wie hoch deren Lagerkosten sind. Wir äußern uns dazu nicht.“ MM Logistik hat darauf reagiert und die Bundesbank aufgefordert, ihrer Auskunftspflicht nach § 4 (bzw. § 5 in Brandenburg, § 3 in Hessen) im Landespresserecht nachzukommen. Das hat gewirkt: Die Banque de France verwahrt die bei ihr gelagerten Goldbestände der Deutschen Bundesbank kostenlos, die Fed in New York auch. Die Bank of England erhebt für die Lagerung pro Goldbarren pro Nacht eine Gebühr von 0,035 Pfund.

Auch andere Medien wollen mehr zum Goldlager wissen und deshalb wohl hat die Bundesbank ein offizielles Statement abgeben (mehr hier).

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