Kaufverhalten

Deutsche fordern flexibleres Retourenmanagement

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So wurde in Zeiten des Lockdown eingekauft

Dass Lockdowns der Vergangenheit angehören, belegen die Zahlen beim Lebensmittelkauf und bei Gütern für den täglichen Bedarf, schickt Trusted Returns voraus. Letztere wurden um drei Prozentpunkte seltener gekauft (27 Prozent), Lebensmittel sogar um sieben Prozentpunkte weniger (19 Prozent). Vielmehr seien nach wie vor Fashionartikel unverändert auf Platz eins der meistgekauften Produkte (79 Prozent). Auf den nachfolgenden beiden Plätzen finden sich elektronische Produkte und Bücher. Erstere wurden mit 63 Prozent drei Prozentpunkte häufiger gekauft als noch 2021. Und Bücher mit 49 Prozent sogar um sieben Prozentpunkte häufiger.

Nahezu alle Deutschen (96 Prozent) gaben für das vergangene Jahr eine stärkere Frequenz beim Onlinekauf an. Die niedrigste Quote weist hierbei die Altersgruppe der jungen Erwachsenen von 18 bis 24 Jahren auf (92 Prozent). In 2021 lag dieser Wert noch bei 99 Prozent. Auch bei dieser Frage ist ein Ost-West-Gefälle zu erkennen. So gaben 100 Prozent der Deutschen aus den neuen Bundesländern an, vermehrt online eingekauft zu haben. In den alten Bundesländern liegt diese Quote im Bundesschnitt mit 96 Prozent aber nur knapp dahinter.

Ältere Onlinekunden würden länger auf Ware warten

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Retourenquote um fünf Prozentpunkte abgenommen (67 Prozent) – wohl auch, meint Trusted Returns, weil die Mehrheit wichtige Kaufentscheidungen lieber im stationären Handel tätigt. Rund 77 Prozent sehen die Möglichkeit, Waren vor Ort genau zu prüfen oder anzuprobieren, als Hauptgrund für weniger Retouren an. Zusammen mit dem unnötigen Verpackungsmüll und der Logistik auf der letzten Meile führt das bei 53 Prozent eben zu der eingangs geschilderten Meinung, dass der Einzelhandel nachhaltiger sei als der Onlinesektor. Besonders junge Menschen (18 bis 24) forderten vom E-Commerce, nachhaltiger zu werden.

So sind auch etwa zwei von drei Deutschen (63 Prozent) gewillt, länger auf ihre Lieferung zu warten, wenn dann auch alles nachhaltiger geschieht. Vor allem die ältesten Deutschen (65+) sehen hier eine Möglichkeit, besser zu handeln. Sie fänden es demnach am ehesten in Ordnung, länger zu warten (92 Prozent). Ein pikantes Ergebnis ist, dass in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen diese Quote mit 53 Prozent am niedrigsten ist.

Der Report attestiert dem E-Commerce also vor allem im Retourenprozess und speziell mit Blick auf die Flexibilität und die Nachhaltigkeit noch Handlungsbedarf. Zeitgleich eröffnen diese Zahlen aber auch vielen Händlern neue Chancen und Wege, die Customer Journey zu verbessern. Gerade jetzt gelte es, diese Gelegenheit beim Schopf zu packen, um die Zufriedenheit der eigenen Kunden zu erhöhen.

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