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Gefahrstofflager Die „Gefährdungsbeurteilung“ im Blick

Über 400 Besucher nahmen im Juni an verschiedenen Orten in ganz Deutschland an den Denios-Gefahrstofftagen 2013 teil. Dabei kristallisierte sich ein neues Schlüsselwort der Branche heraus: die „Gefährdungsbeurteilung“.

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(Bild: Denios)

Besonderer Höhepunkt der Gefahrstofftage war – neben den Veranstaltungen bei der Deutschen Bahn in Kassel und den Hamburger Wasserwerken – der Gefahrstofftag bei John Deere in Mannheim inklusive Werksbesichtigung mit 140 Teilnehmern.

Traditionell endete die Reihe auch in diesem Jahr mit der Abschlussveranstaltung in der Denios-Akademie am Hauptsitz in Bad Oeynhausen. Dort referierten Dipl.-Ing. Michael Keune und Thomas Schmid von der Denios AG vor rund 60 Zuhörern über Lagerung und Umgang mit Gefahrstoffen. Aktueller Rechtsbezug zu diesem Thema ist die am 15. Mai diesen Jahres veröffentlichte und damit gültige Neufassung der TRGS 510: „Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern“.

Unsicherheit bei der Lagerung von Kleinmengen

Hier herrscht nach Angaben des Ausrichters insbesondere bei der Lagerung von Kleinmengen eine große Unsicherheit bei den verantwortlichen Betreibern, da der Gesetzgeber viel Verantwortung dem Unternehmer überlässt. Das neue Schlüsselwort lautet „Gefährdungsbeurteilung“. Gerade an dieser Stelle konnten die Teilnehmer vom Know-how und der langjährigen Praxiserfahrung der Referenten profitieren.

Anette Wilmes von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA, Dortmund) verstärkte das Team als externe Referentin. Sie informierte über das Thema „EMKG – Einfaches Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe“. Eine praktische Handlungshilfe für Unternehmen, um Gefährdungen beim Umgang mit Gefahrstoffen zu erkennen, Arbeitsplatzsituationen sicher zu beurteilen und Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten zu definieren. Nach einem Betriebsrundgang endete das offizielle Programm mit dem Experimentalvortrag „Gefahrstoffe live“ von Tobias Authmann.

Am Anfang stand die Auffangwanne für Gefahrstoffe

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, weiß Michael Keune, verantwortlicher Organisator der Denios-Gefahrstofftage. Laut Denios denkt er bereits jetzt über interessante Vortragsthemen für die Gefahrstofftage 2014 nach. Schon seit dem Jahr 1986, als das Wasserhaushaltsgesetz in seiner heutigen Form erstmals in Kraft trat, kümmert sich Denios um den betrieblichen Umweltschutz. Und wurde damit zum Vorreiter einer ganzen Branche.

Die Auffangwanne für Gefahrstoffe war der Anfang. Heute bietet die Denios AG in einem 750 Seiten starken Katalog und im Online-Shop über 10.000 Artikel für Gefahrstofflagerung und betriebliche Sicherheit an und ist damit eigenen Angaben zufolge der Marktführer – mit 650 Mitarbeitern an weltweit 15 Standorten.

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