Blick nach vorne Die meisten deutschen Exporteure glauben an steigende Umsätze

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Schon vor der Waffenruhe im Nahen Osten rechnete eine deutliche Mehrheit der deutschen Exporteure mit weiterem Wachstum, wie Allianz Trade berichtet. Hier die Details ...

Der deutsche Export glaubt, umso mehr wegen des aktuellen Waffenstillstands beim Iran-Krieg, dass er in diesem Geschäftsjahr mehr Umsatz machen wird. Das hat jedenfalls eine Umfrage von Allianz Trade offenbart. Hier mehr dazu ...(Bild:  HHLA)
Der deutsche Export glaubt, umso mehr wegen des aktuellen Waffenstillstands beim Iran-Krieg, dass er in diesem Geschäftsjahr mehr Umsatz machen wird. Das hat jedenfalls eine Umfrage von Allianz Trade offenbart. Hier mehr dazu ...
(Bild: HHLA)

Laut einer Umfrage des Kreditversicherers Allianz Trade erwarten 83 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen (6.000, zwischen Februar und März kontaktiert) für das laufende Jahr steigende Exportumsätze. Weltweit sind allerdings „nur“ 75 Prozent dieser Ansicht, heißt es weiter. Auf den kurz darauf vereinbarten Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran hätten die Märkte wohl sehr euphorisch reagiert. Wenn der Waffenstillstand halte, würden Verkehr und Handel durch die Straße von Hormus deutlich anziehen, was die Lage natürlich noch verbessere. Gleichzeitig warnen die Experten aber davor, dass das Risiko eines Wiederaufflammens des Konfliktes keineswegs vom Tisch ist. Mit den aktuellen Kursgewinnen sei erst rund ein Drittel des Risikos wieder ausgepreist. Zwei Drittel blieben aber noch offen. Alles gut und (fast wieder) schön, aber gleichzeitig haben die deutschen Exporteure größere Sorgen im US-Geschäft.

Hoffnung auf Ausgleich durch Freihandelsabkommen

Denn 49 Prozent erwarten weitere negative Auswirkungen der US-Zollpolitik, was das laufende Jahr betrifft, wie Allianz Trade weiter berichtet. Noch ein wenig pessimistischer seien weltweit nur die Unternehmen aus China (50 Prozent befürchten das). An der Widerstandsfähigkeit der deutschen Exporteure rütteln aber noch weitere Risikofaktoren. Geopolitische Unsicherheiten und Lieferkettenrisiken sind nämlich aktuell die am häufigsten genannten Sorgen. Fast die Hälfte der deutschen Exportunternehmen geht zudem von einer schlechteren Zahlungsmoral und steigenden Zahlungsausfällen aus. Ausgleich könne durch die vor dem Abschluss stehenden Freihandelsabkommen der EU entstehen, wobei das größte Volumen von den Mercosur-Staaten zu erwarten sei. Aber auch der Handel mit Indien könne lukrativ werden. Und Australien sei vor allem strategisch interessant, was die Sicherung von Rohstoffen (etwa Lithium) betrifft. Das Münchener Ifo-Institut rechnet damit, dass die europäische Wirtschaftsleistung durch diese Abkommen dauerhaft um 0,43 Prozent steigen kann.

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