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Auto-ID Die Zukunft der Identtechnik liegt im Zusammenspiel der Systeme

| Redakteur: Volker Unruh

Bis vor Kurzem galt die Radiofrequenz-Identifikation (RFID) noch als der Schlüssel für die Pforte der Glückseligkeit zum Auto-ID-Himmel. Doch Bar- und 2D-Code haben noch lange nicht ausgedient. Ob und welche der genannten Techniken die richtige ist, entscheidet immer der konkrete Anwendungsfall.

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Der Barcode hat noch lange nicht ausgedient. Neben 2D-Code und RFID wird er in Industrie und Handel auch künftig seinen festen Platz unter den führenden Kennzeichnungstechniken beibehalten. Bild: Nordic ID
Der Barcode hat noch lange nicht ausgedient. Neben 2D-Code und RFID wird er in Industrie und Handel auch künftig seinen festen Platz unter den führenden Kennzeichnungstechniken beibehalten. Bild: Nordic ID
( Archiv: Vogel Business Media )

Anfang Juli gab der Industrieverband der Anbieter automatischer Identifikationstechniken AIM bekannt, dass die Unternehmen dieser Branche nach den ersten sechs Monaten des Jahres weiterhin einen Aufwärtstrend für 2010 erwarten. Immer mehr Unternehmen aus Industrie und Handel investieren wieder verstärkt in Auto-ID-Systeme, um die steigende Nachfrage durch effizientere Geschäftsprozesse besser bewältigen zu können.

Die Diskussion über RFID war von übersteigerten Erwartungen geprägt

Dabei überrascht ein wenig, dass es in der Diskussion über die „richtige“ Identifikationstechnik um die Radiofrequenz-Identifikation (RFID) relativ ruhig geworden ist, zumal sie in den vergangenen Jahren vehement als die Zukunftstechnologie schlechthin proklamiert wurde. Wolf-Rüdiger Hansen, Geschäftsführer des AIM, weiß warum: „Die heiße Phase der Diskussion um RFID war gekennzeichnet durch den Aufbau übersteigerter Erwartungen. Diese wurden besonders von der Projektion des weltweiten Handelssektors gefüttert, dessen Experten in den Jahren 2003 bis 2006 vorhersagten, dass bald alle Artikel im Supermarkt sowie alle Behälter und Pakete in der Handelslogistik mit RFID-Etiketten ausgestattet sein würden.“

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Ähnliche Prognosen kamen aus dem industriellen Umfeld. Hansen: „Auch vom Flugzeughersteller Boeing war damals zu hören, dass bald viele Flugzeugteile mit RFID-Transpondern versehen sein würden, die soviel Datenspeicher hätten, dass sie die Wartungshistorie von Teilen und Komponenten am Objekt vorhalten könnten.“

Realismus hat in die RFID-Diskussion Einzug gehalten

Wie sich heute zeigt, haben sich viele dieser Erwartungen an RFID-Lösungen in den Bereich der Fiktion verabschiedet und Realismus hat Einzug gehalten in der Welt der automatischen Identifikation. Darin ist RFID zwar nicht mehr wegzudenken, doch der fast schon totgesagte Barcode erfreut sich nicht nur nach wie vor größter Beliebtheit unter den Anwendern, sondern auch der Gesellschaft eines artverwandten, kaum weniger populären Mediums, des 2D-Codes.

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