Studie

Disruptive Veränderungen erkennen und für sich nutzen

| Redakteur: Simone Käfer

Starke Marken sind allein keine Garantie für langfristigen Erfolg. Die Liste namhafter Unternehmen, die inzwischen vom Markt verschwunden sind, ist lang.
Starke Marken sind allein keine Garantie für langfristigen Erfolg. Die Liste namhafter Unternehmen, die inzwischen vom Markt verschwunden sind, ist lang. (Bild: GS1 Germany)

Um weiterhin erfolgreich zu sein, sollte jedes Unternehmen seine Strategien stets hinterfragen. Mit einem Online-Test können Unternehmen ihre eigene Zukunftsfähigkeit überprüfen

Wertschöpfung muss neu gedacht werden, ist die zentrale Erkenntnis und zugleich Handlungsempfehlung für die Konsumgüterbranche aus dem Szenario „2025: Smart Value Networks“. Im vergangenen Jahr hat das Innovationsteam von GS1 Germany gemeinsam mit Sachverständigen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC und dem Rheingold Institut sowie Praktikern aus etablierten Unternehmen und Start-ups in insgesamt sieben Workshops einen Blick in die Zukunft geworfen: Vor welchen Herausforderungen steht die Konsumgüterbranche angesichts der sich permanent wandelnden Marktgegebenheiten bis 2025? Und wie können diese bewerkstelligt werden?

Starke Marken sind allein keine Garantie für langfristigen Erfolg. Die Liste namhafter Unternehmen, die inzwischen vom Markt verschwunden sind, ist lang. „Wer langfristig erfolgreich sein will, muss bestehende Strategien und Konzepte permanent hinterfragen. Wir erleben derzeit enorme Verschiebungen in Markt- und Umsatzanteilen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen, die bedingt durch die Digitalisierung weiter an Fahrt aufnehmen werden. Innovative und gleichzeitig nachhaltige Geschäftsideen werden die Zukunft prägen“, betont Klaus Vogell, der das Projekt als Senior Manager Innovation bei GS1 Germany initiiert und geleitet hat.

Zum Abschluss der umfassenden Zukunftsstudie wurde eine Roadmap entwickelt, die den Unternehmen der Konsumgüterbranche bis zum Jahr 2025 in den vier strategischen Handlungsfeldern Prozesse, Technologien, Unternehmenskultur und Organisation die wichtigsten Etappenziele aufzeigt, die erreicht werden sollten, um die neuen Wertschöpfungspotenziale erschließen zu können. Besonders starken Handlungsdruck erzeugen die fortschreitende Digitalisierung, die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz und die zunehmende Plattformökonomie. „2025 wird noch mehr als heute gelten: Der Shopper mit seinen Wertvorstellungen, Bedürfnissen und Verhaltensweisen ist der zentrale Einflussfaktor in der Konsumgüterwelt“, sagt Christian Wulff, Leiter des Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter bei PWC Deutschland. „Erschwerend kommt hinzu“, ergänzt Sebastian Buggert, CIO beim Rheingold Institut, „dass klassische Shoppertypisierungen nicht mehr greifen, da die Kunden zunehmend situativ agieren. Dies erfordert eine detaillierte Beschäftigung mit deren Bedürfnissen und die Fähigkeit, flexibel darauf reagieren zu können.“

Online-Test zur Zukunfstfähigkeit

Neben der Roadmap enthält der Abschlussbericht einen Test, mit dem jedes Unternehmen seinen derzeitigen Stand auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft überprüfen kann. Wie ist es um die eigene Innovationsfähigkeit bestellt? Werden Trends rechtzeitig adaptiert? Sind die Unternehmensprozesse agil organisiert und können sie auf Veränderungen reagieren? Welche Bedeutung haben Wertschöpfungsnetzwerke? Dies sind nur einige Fragen, die zur Standortbestimmung abgefragt werden. Aus den Antworten ergeben sich konkrete Hinweise auf die zu ergreifenden Maßnahmen in den strategischen Handlungsfeldern, die in der Roadmap abgebildet sind.

Mit den Ergebnissen des Projekts, die in sieben Einzelszenarien und dem Abschlussbericht zusammengefasst wurden, möchte GS1 Germany gemeinsam mit seinen Projektpartnern den Akteuren aus Handel und Industrie einen anwenderbasierten Leitfaden an die Hand geben. Mit dessen Hilfe können diese das Potenzial disruptiver Veränderungen erkennen und für sich nutzen. „Dabei haben wir auf eine 360°-Perspektive sowie einen hohen Praxisbezug Wert gelegt, um den Entscheidern dabei zu helfen, die relevanten Stellschrauben zu identifizieren, mit denen das Unternehmen auf den richtigen Kurs in Richtung Zukunft gebracht werden kann“, so Vogell.

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