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Distributionszentren „Doppelherz“ geht in die ganze Welt

Queisser Pharma aus Flensburg, unter anderem Hersteller der bekannten „Doppelherz“-Produkte, wächst kontinuierlich und benötigt daher zusätzliche Kapazitäten. Weil keine Erweiterungsflächen zur Verfügung stehen, muss neu gebaut werden. Die Planung und Umsetzung des hochmodernen Logistikzentrums hat Pierau Planung übernommen.

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Queisser Pharma steht für ein breites Portfolio aus Arzneimitteln, Medizinprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln.
Queisser Pharma steht für ein breites Portfolio aus Arzneimitteln, Medizinprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln.
(Bild: Queisser)

Die neue Zentrale für das weltweite Fulfillment von Queisser Pharma wird in drei Bauabschnitten realisiert. In der letzten Ausbaustufe wird das vollautomatische Paletten-Hochregallager (HRL) Platz für bis zu 70.000 Paletten bieten. Die Standortwahl fiel auf ein 40.000 m² großes Grundstück im rund 5 km entfernten Gewerbegebiet in der benachbarten Gemeinde Handewitt.

Sämtliche Logistik ist untergebracht

In dem dreigeschossigen Neubau bündelt Queisser Pharma in Zukunft die gesamte Logistik, inklusive Lagerhaltung, Kommissionierung sowie Versand für den nationalen und internationalen Markt. „Dadurch werden am Hauptsitz in Flensburg Flächen für die Produktion frei und wir sind für weiteres Wachstum bestens gerüstet“, erklärt Sven Müller, Logistikleiter bei Queisser Pharma. „Nachdem die Berater von Pierau Planung um Projektleiter Andreas Beermann unseren Bedarf bereits mit der Durchführung einer Zukunftsplanung ermittelt haben, stehen sie uns nun auch bei der Realisierung aller notwendigen Maßnahmen zur Seite.“

Baulich und funktional bietet das neue Logistikzentrum Erweiterungsoptionen, um die weitere Unternehmensexpansion abbilden zu können. „Langfristigkeit war die Grundlage unserer Planung, sowohl bei der Entwicklung der Gebäudestruktur als auch bei der Logistikplanung“, sagt Pierau-Mann Andreas Beermann. „Mit gezielter Automatisierung schaffen wir die Voraussetzungen für eine optimale Einlagerung und hocheffiziente intralogistische Abläufe vom Wareneingang bis zum Warenausgang.“

Artikelreine Anlieferung aus dem HRL

Herzstück der größten Investition in der Firmengeschichte – sie liegt im zweistelligen Millionenbereich – ist das 26 m hohe, vollautomatisierte Paletten-HRL in Silobauweise. Es bietet in der ersten Ausbaustufe auf zwölf Ebenen Platz für 30.000 Paletten, bei Bedarf können bis zu 70.000 Palettenstellplätze realisiert werden. Das HRL dient als Nachschublager der Bereiche Produktion und Versand sowie als Kommissionierlager für Exportware. In fünf Gassen sorgt je ein Regalbediengerät für die automatische Ein- und Auslagerung der Artikel.

Die Anlieferung aus dem HRL zur Kommissionierung erfolgt artikelrein auf Palette. Die Regalbediengeräte transportieren die Paletten zum Auslagerstich. Dort werden sie von Staplern aufgenommen, zum Palettenregal gefahren und entsprechend bereitgestellt.

Blick in die Zukunft: Diese Visualisierung bietet eine Vorausschau auf das neue hochmoderne Logistikzentrum.
Blick in die Zukunft: Diese Visualisierung bietet eine Vorausschau auf das neue hochmoderne Logistikzentrum.
(Bild: IGV)

Die Kommissionierung der nationalen sowie der weltweiten Exportsendungen erfolgt direkt und auftragsbezogen sowohl auf Ganz- als auch parallel auf Mischpaletten. Im Erdgeschoss des neuen Logistikzentrums sind der Nachschub für die Großkommissionierung sowie das Reservelager für die Kleinkommissionierung vorgesehen. Zwei Pickplätze stehen hier zur Verfügung, um die Ganzkartonkommissionierung für Exportsendungen und den Nachschub abzuwickeln.

Zwölf Pickplätze fürs Kleinkommissionen

Für die Kleinkommissionierung sind im Obergeschoss zwölf Pickplätze geplant: „Um die Abläufe effizienter zu gestalten, wird auf eine zweistufige Kommissionierung erweitert“, so Beermann. „Künftig wird der Nachschub auf Rollcontainern und Paletten bereitgestellt und in ein Durchlaufregal eingelagert. Von hier aus werden die entsprechenden Artikel mithilfe von Pick-by-Light-Technik direkt in vom Lagerverwaltungssystem vorgegebene Versandkartons kommissioniert.“ Nach der automatischen Deckelung und Etikettierung transportiert Fördertechnik die fertigen Kartons ins Erdgeschoss. Dort werden sie entweder zum Weitertransport an ihren jeweiligen Zielort an den Warenausgangstoren bereitgestellt oder an Bodenlagerplätzen am Warenausgang mit dort gepufferten Teilmengen zu einer versandfertigen Palettensendung zusammengeführt.

„Unser Neubau ist für unsere Bedürfnisse maßgeschneidert“, sagt Müller. „Mit dem Zugewinn an Fläche und dem HRL, das eine maximale Leistung von 200 Paletten beziehungsweise 1000 Kartons pro Stunde erreichen kann, sind wir bestens aufgestellt, um höchste Effizienz in puncto Lager, Produktion und Versand sicherzustellen – jetzt und auch langfristig.“

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Pierau Planung

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