Sondertransporte

DSV transportiert weltgrößtes Rotorblatt

| Redakteur: Bernd Maienschein

DSV hat weltweit umfassende Windenergie-Expertise und bietet seinen Kunden deshalb globalen Full-Service an.
DSV hat weltweit umfassende Windenergie-Expertise und bietet seinen Kunden deshalb globalen Full-Service an. (Bild: Bent Medvind Soerensen/Medvind Fotografi)

88,5 m lang ist das weltweit größte Windturbinenblatt, das je transportiert wurde. Als Experte für komplexe Ladung übernahm der Logistikdienstleister DSV Projects den anspruchsvollen Transport von Dänemark nach England.

Im dänischen Stenstrup konstruierten Entwickler innerhalb der letzten zwei Jahre das längste Windturbinenblatt der Welt. Auftraggeber Adwen, ein Joint Venture des Energiekonzerns Areva und des Windanlagenherstellers Gamesa, plant den Einsatz größerer Flügellängen in Offshore-Windparks, um die Effizienz der Anlagen zu steigern.

Bereits im Sommer 2015 transportierte DSV Projects die dazugehörige übergroße Blattform erfolgreich von China nach Dänemark, nun übernahm der Logistiker auch den aufwändigen Transport des fertigen Prototyps zu einer Testhalle in der britischen Hafenstadt Blyth.

Rotorblatt mit extremem Schwenkradius

Ein 88,6 m großes, 38 t schweres Windblatt zu transportieren erfordert präzise Vorarbeit, denn nicht alle Wege sind für eine solch großvolumige Ladung passierbar. Für das Team von DSV Projects gehören Transporte mit ungewöhnlichen Maßen zum Tagesgeschäft, doch die Dimension dieses Auftrages war auch für die Experten etwas Besonderes. „Nach intensiver Prüfung der Strecke mussten wir aufgrund des extremen Schwenkradius des Rotorblattes auf das 170 km entfernte Esbjerg statt eines nahegelegenen Hafens als Verladeort ausweichen. Die engen Autobahnauffahrten wären sonst für den langen Lkw nicht passierbar gewesen“, erklärt DSV-Projektmanager Torben Kleiber.

Ende Januar machte sich der 98 m lange Lastzug auf den Weg quer durch Dänemark – mit einer Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h, an vielen Stellen sogar nur Schrittgeschwindigkeit. „Dank der reibungslosen Zusammenarbeit mit den dänischen Behörden lagen zum geplanten Transporttermin alle Genehmigungen vor, sodass Straßenschilder zwischenzeitlich demontiert und Kreisverkehre durchfahren werden durften“, so Kleiber, der den Auftrag mit Unterstützung seiner dänischen Kollegen von DSV Projects umsetzte.

Lkw kommt mit nach England

Nach erfolgreicher Ablieferung im westdänischen Esbjerg ging es Anfang März an die Verschiffung des Windblattes. Mit Hilfe von zwei Mobilkränen wurde der Prototyp gut gesichert auf das Schiff Richtung England verladen. Keine leichte Aufgabe, denn das Blatt wiegt aufgrund seiner Größe und eines Stabilitätskerns mehr als doppelt so viel wie ein durchschnittlicher Flügel und muss umfangreich geschützt werden. Dank intensiver Vorbereitung konnte das Blatt problemlos verladen und in den Zielhafen geliefert werden.

Im Hafen von Blyth angekommen, übernahm derselbe Lkw, der das Blatt bereits die ersten 170 km in Dänemark transportierte, auch den restlichen Teil der Strecke. Obwohl es vom Pier bis zum Testzentrum nur 500 m sind, ging man kein Risiko ein, denn auch 500 m können kritisch sein, wenn das Windblatt nicht ordnungsgemäß transportiert wird.

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