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Doppelkufensystem Eisenmann engagiert sich fahrerlos

Pünktlich zur Cemat erhält das Kind einen Namen: Das im September 2013 erstmals präsentierte Doppelkufensystem reiht sich unter dem Namen Logimover in das Portfolio des deutschen Anlagenbauers Eisenmann ein.

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(Bild: Eisenmann)

Ausgestattet mit einer innovativen mobilen Kufensteuerung und einem leistungsstarken Lithium-Ionen Batteriekonzept ist das fahrerlose und preiswerte Flurfördermittel nun startklar für den industriellen Einsatz. 2014 sind erste Pilotanwendungen geplant. Logimover ist extrem wendig und Platz sparend, er befördert Lasten von bis zu 1 t mit einer Geschwindigkeit von 1 m/s. Logimover optimiert die Abläufe in der Transport- und Lagerlogistik, die Inbetriebnahme ist vergleichsweise schnell und einfach. Zahlreiche Unternehmen sehen bereits konkrete Einsatzmöglichkeiten für die Automatisierung ihrer intralogistischen Prozesse. Auf der Logimat im Februar dieses Jahres wurde Logimover bereits als „Bestes Produkt“ in der Kategorie „Beschaffen, Fördern, Lagern“ ausgezeichnet.

Kufen arbeiten parallel ohne feste Verbindung

Der Name Logimover vereint alle Eigenschaften des fahrerlosen Flurfördermittels in sich: „logi“ repräsentiert die grundlegende Einordnung des Systems als intralogistisches Multitalent und „mover“ steht für die Eigenschaften flexibel, wendig und kompakt. Nach der Präsentation des Prototyps im September 2013 hat Eisenmann das vom Institut für Fördertechnik und Logistik der Uni Stuttgart entwickelte und zum Patent angemeldete System zur Serienreife gebracht. Seit Februar ist Logimover auch patentrechtlich in Europa geschützt.

Das neuartige Transportmittel besteht aus zwei parallel und ohne feste Verbindung operierenden Kufen. Diese fahren selbständig unter normierte Paletten, heben diese an, beschleunigen mit 0,3 m/s und befördern die Last über ein optisches Spurführungssystem bis an ein definiertes Ziel. Um synchron auf Kurs zu bleiben, kommunizieren beide Kufen miteinander, ein Leitrechner überwacht via WLAN das Kufenduo auf seinem Weg zum Ziel.

Personensicherer Kollisionsschutz in Vorbereitung

Mit den komplett in den Kufen untergebrachten Antriebs- und Energieversorgungseinheiten und somit ohne jegliche An- und Aufbauten eignet sich der agile, nur 60 kg schwere Logimover für vielfältige Aufgaben in der Intralogistik: von der Materialzu- und -abfuhr bei Maschinen über die Be- und Entstückung von Lagerbereichen bis hin zu anspruchsvollen Kommissionieraufgaben. Aufwendige Halleninfrastruktur entfällt, die Inbetriebnahme ist einfach und in Eigenregie umsetzbar.

Kostengünstige Layoutänderungen sowie die skalierbare Systemleistung mit geringem Wartungsaufwand machen Logimover zu einem effizienten und hochflexiblen Transportmittel, das auf ideale Weise mit anderen Lagerlogistiksystemen verknüpft werden kann, wie Eisenmann angibt. In einem nächsten Entwicklungsschritt soll das System zu einem von Schutzzäunen befreiten Transportmittel mit personensicherem Kollisionsschutz ausgebaut werden.

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