Suchen

Fördertechnik Erstes FTS aus Automotive-Komponenten

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund hat gemeinsam mit der BMW Group im Rahmen des „BMW Enterprise Lab for Flexible Logistics“ auf der Logimat den „Smart Transport Robot“ (STR) vorgestellt. Darin sind Komponenten aus der Automobilbranche verbaut.

Firmen zum Thema

Der „Smart Transport Robot“ (STR) ist ein FTS, das vom Fraunhofer-IML gemeinsam mit der BMW Group entwickelt wurde.
Der „Smart Transport Robot“ (STR) ist ein FTS, das vom Fraunhofer-IML gemeinsam mit der BMW Group entwickelt wurde.
(Bild: Fraunhofer-IML)

Der STR kann selbstständig Autoteile transportieren und ist nach Angaben des Instituts das erste fahrerlose Transportfahrzeug (FTF), im dem Komponenten aus der Automobilbranche verbaut sind. So erfolgt die Energieversorgung des STR beispielsweise durch wiederverwendbare BMW-i3-Batterien. „Der Einsatz von Serienteilen aus der Automobilproduktion ermöglicht vielfältige Synergieeffekte: Sie sind deutlich kostengünstiger als spezielle Technologien für FTS und die BMW Group kann die Roboter nach Abschluss der Entwicklungsprojekts einfach selbst in Serie für ihre Logistikstandorte produzieren“, erklärt Guido Follert, Abteilungsleiter Maschinen und Anlagen am Fraunhofer-IML.

Eine besondere Herausforderung in der Konstruktion war nach IML-Angaben die durch die Maße der zu transportierenden Behälter vorgegebene geringe Baugröße bei gleichzeitig möglichst geringem Gewicht. Der koffergroße Transportroboter kann bei einem Eigengewicht von nur 135 kg Lasten bis zu 550 kg heben, transportieren und absetzen. Er bewegt sich frei im Raum und nutzt für seine Positionierung ein hybrides Ortungssystem aus Odometrie und Funksendern.

Auf dem Weg zur Serienproduktion

Selbstständig findet der STR den optimalen Weg zum Bestimmungsort des Transportguts und lädt dieses dort eigenständig ab. Es sind keinerlei Bodeninstallationen notwendig. Menschen und andere Fahrzeuge erkennt er dabei dank eingebauter Sicherheitssensoren, die den Roboter samt seiner schweren Last stoppen beziehungsweise Hindernisse umfahren lassen. Eingesetzt wird der STR unter anderem, um mit Autoteilen beladene Rolluntersetzer in der Logistik des Automobilherstellers von Kommissionierstationen zur jeweiligen Produktionsstelle zu transportieren. Um die Just-in-Time-Anlieferung sicherzustellen, arbeiten die STR als hochflexibles System zusammen.

In den nächsten Schritten auf dem Weg zur Serienproduktion werden die Entwicklungspartner weitere Kraftfahrzeug-Komponenten in den STR integrieren. 3D-Kamerasysteme werden dann eine noch präzisere Navigation ermöglichen, wie es heißt. Mittels Sensordaten-Fusion sollen zudem Automobilassistenzsysteme so kombiniert werden, dass sie nicht nur die Lokalisierung weiter präzisieren, sondern auch die Kosten für die Sicherheitssensorik im Vergleich zu herkömmlichen FTF deutlich senken.

(ID:43924185)