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Fuhrparkmanagementsysteme machen Kosten transparent
Eines der größten Probleme in der Fuhrparkpraxis ist die Erhebung von relevanten Kostengrößen, die nach einer Fuhrparkanalyse einzusetzen hat. Darüber hinaus werden häufig fehlende Kennzahlen beklagt, die über die wirtschaftliche Situation im Fuhrparkbereich qualifiziert Auskunft geben können; dies gilt gerade für größere Flotten.
Problemlösungen bieten verschiedene Fuhrparkmanagementsysteme diverser Hersteller an, beispielsweise „Fleet-Board“ von Mercedes-Benz oder das „Vehicle Data Interface“ von Iveco. Ein strategisches Ziel ist es, Transparenz zu schaffen. Immerhin 60% der Fuhrparkkosten werden durch die Positionen Fahrpersonal und Kraftstoffverbrauch verursacht. Abschreibungen der Fahrzeuge sowie Kosten für Reparaturen und Wartung machen weitere 20% der Gesamtkosten aus.
Fuhrparkmanagementsysteme erfassen die Kosten
Die restlichen 20% setzen sich aus Maut-, Versicherungskosten, Fahrzeugsteuern und anderen Positionen zusammen. Diese Kosten gilt es genau zu analysieren und laufend einem Controlling zu unterziehen, um Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen zu können, so dass Korrekturmaßnahmen möglich werden.
Verbrauchszahlen zu vergleichen ist eine Topaufgabe für das Fuhrparkmanagement. Denn bei mehreren einhunderttausend Beförderungskilometern pro Jahr verursacht bereits ein Mehrverbrauch von ein bis zwei Litern einen hohen Zusatzbetrag für Treibstoffe. Häufig führen falscher Reifendruck sowie eine unökonomische Fahrweise zu erheblichen und vermeidbaren Fuhrpark-Zusatzkosten. Schulungen für richtiges Fahrverhalten zahlen sich stets sehr schnell und dauerhaft aus. Tipp: Tankkartenanbieter führen, zu überschaubaren Kosten, auch Fahrerschulungen durch.
Reparaturrechnungen oft überhöht
Experten stellen in der Praxis fest, dass fast jede zweite Reparaturrechnung zu reklamieren ist. Sehr schnell kann ein einziger Wekstattaufenthalt einige tausend Euro verschlingen, die die Wirtschaftlichkeit des Unternehmensbereiches Fuhrpark signifikant beeinflussen. Tipp: Der Fuhrparkleiter sollte unbedingt für jedes Fahrzeug einen eigenen Fahrzeug-Lebenslauf anfertigen. Flottenprogramme bieten dieses Instrument ebenfalls an.
Dieses Werkzeug eröffnet dem Fuhrparkverantwortlichen die Chance, Transparenz im Bereich der Reparaturkosten zu erhalten, beispielsweise weil Arbeiten am Nutzfahrzeug erkennbar werden, die auf Kulanz zu beseitigen sind, wenn ein Mangel erneut und zu früh eingetreten ist. Darüber hinaus lässt sich sehr schön erkennen, ob die Reparaturkosten bei bestimmten Fahrzeugen aus dem Ruder laufen („Montags-Auto“). Transparenz schafft auch das Wissen, ob es eigene Fahrer gibt, die es mit einer Material schonenden Behandlung nicht ernst genug nehmen. Praxisfälle sind etwa überproportionaler Reifen-, Bremsen- oder Kupplungsverschleiß.
Fazit: Die Sicherstellung von rechtlichen Grundlagen und wirtschaftlichen Zielen im Bereich des Fuhrparkmanagements ist kein Widerspruch, sondern eine zwingende Notwendigkeit. Die Sicherstellung, dass der Fuhrpark technisch tipptopp ist, muss beim Fuhrparkleiter eine überragende Bedeutung einnehmen.
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