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Kommissionierung Grenzebach-Roboter revolutionieren die Lagerhaltung bei BLG

Autor: M. A. Benedikt Hofmann

Mit dem robotergestützten Lager- und Kommissioniersystem G-Com von Grenzebach realisiert BLG Logistics einen Ware-zur-Person-Prozess und setzt den Partnern zufolge als erstes Unternehmen in Europa auf eine der modernsten Lösungen in diesem Bereich.

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Der Carrys haben ein maximales Hubgewicht von 600 kg.
Der Carrys haben ein maximales Hubgewicht von 600 kg.
(Bild: BLG Logistics)

Das System wird im Kommissionierbereich für retournierte Waren eingesetzt und basiert auf der Grundidee eines mobilen Kommissionierlagers. In der Anwendung bedeutet das, dass die Regale vollautomatisch zu einer Pickstation gebracht werden. Dafür unterfahren die Transportfahrzeuge (Carrys) die mobilen Warenträger, heben diese an und transportieren sie auf einem festgelegten Weg zum Pick-Platz, der bei BLG „Stargate“ genannt wird. Hier führen Pick-by-Light und Put-to-Light Techniken die Mitarbeiter durch den Kommissionierprozess.

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800 Regale und 75 Carrys

Für die Routenplanung wird Grenzebachs IT-Lösung Flottenmanager eingesetzt und für die Lokalisierung werden QR-Codes genutzt. Zusammen mit dem Consulting- und Softwareunternehmen Inconso, deren IT-System weiß, wo sich welches Regal befindet und welche Artikel es enthält, mussten auch neue Applikationen für das bestehende Lagerverwaltungssystem geschaffen werden. Die Funktionsweise von G-Com schließt die Lücke von automatisierter Paletten-Lagerung (HRL) und automatisierter Kollo-Lagerung (AKL) hin zur automatisierten Einzelteillagerung (G-Com), so die Unternehmen. Im Frankfurter Logistikcenter wird mit insgesamt 800 Regalen und 75 Carrys an fünf „Stargates“ kommissioniert.

Flexibel und skalierbar

„Mit dem G-Com System von Grenzebach lassen sich auch nicht als automatisierbar geltende Logistikflächen schnell, wirtschaftlich flexibel und skalierbar erschließen“, sagt Adrian Siegler, Geschäftsführer der Grenzebach Automation GmbH. So soll sich die Lagerlösung dynamisch an wechselnde Marktbedingungen und Kundenanforderungen anpassen lassen. Bei steigendem Auftragsvolumen können so zum Beispiel weitere Transporteinheiten eingegeben oder zusätzliche Regale installiert werden. Die Anzahl der Carrys richtet sich nach der Anzahl der Ein- und Auslagerungen pro Stunde und Tag. Weitere Faktoren sind die geplante Anzahl der Schichten pro Tag, die Größe des Lagers, das durchschnittliche Transportgewicht und die Zahl der Ein- und Auslagerplätze.

Antwort auf neue Anforderungen

Eine hohe Flexibilität war für BLG unter anderem deshalb wichtig, weil sich der Logistiker auf neue Kundenanforderungen im Bereich E-Commerce einstellt. Dazu kommt, dass die Logistik dem Unternehmen zufolge in Zeiten von Multi-User-Konzepten, relativ kurzen Vertragslaufzeiten und volatiler Kundennachfrage immer schwerer kalkulierbar ist. Modulare robotergestützte Lager- und Kommissioniersysteme wie G-Com sollen hingegen kurzfristige Reaktionen auf unterschiedliche Kundenanforderungen ermöglichen.

Mehr zu diesem Thema und ein Video der Anlage im Betrieb finden Sie in Kürze hier auf unserem Portal.

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Über den Autor

M. A. Benedikt Hofmann

M. A. Benedikt Hofmann

Chefredakteur MM MaschinenMarkt