Transportverpackungen

Heizungskomponenten sicher transportieren

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Am Ende entschied man sich für Spezialanfertigungen zweier Großladungsträger von Walther Faltsysteme: die Hybox im Maß 1200 mm × 1000 mm × 1188 mm und die Mega-Pack S 1200 in den Systemhöhen 975 und 1085 mm. Beide Systeme sind faltbar, wodurch sich ihr Volumen beim Leertransport um bis zu 80 % reduzieren lässt. Gefaltet lassen sich bis zu 330 Boxen in einem Jumbo-Lkw mit 2700 mm Ladehöhe transportieren. „Das Design beider Boxentypen steht für höchste Variabilität und auch beim Vollguttransport für maximale Volumenausnutzung. Beide lassen sich hervorragend stapeln. Darüber hinaus greifen die unterschiedlichen Komponenten der Innenausstattungen perfekt ineinander und bieten den Bauteilen von Vaillant maximale Transportsicherheit“, sagt Oliver van Neerven, Projektmanager bei Walther Faltsysteme.

Außen Standard, innen Unikat

Im Inneren der Boxen befinden sich mehrere Lagen in Form von Gefachen oder Trays, die durch Zwischenlagen getrennt sind. Zusätzlich kann Schaumstoff zur Polsterung verwendet werden, wenn erforderlich. Die Innenverpackungen werden jeweils so kombiniert, dass sie das Volumen der Boxen bestmöglich ausnutzen und gleichzeitig präzise auf die spezifischen Anforderungen jedes Bauteils eingehen. Für jede Box gibt es eine praktisch unbegrenzte Variationsbreite an Innenverpackungen, während die Außenabmessungen der Transportlösungen immer gleich bleiben. So lassen sich mit nur drei unterschiedlichen Palettenboxen alle Komponenten sicher transportieren. Diese Standardisierung ermöglicht eine Vereinfachung des Handlings und beschleunigt die Abläufe.

Individuelle Systeme für sperrige Güter

Die Hybox ist speziell auf den internen Transport von großen und schweren Vaillant-Komponenten wie Wärmetauschern und Hydraulikmodulen zugeschnitten. Diese werden an zentralen Werksstandorten hergestellt und zur Endmontage von Heizgeräten unter anderem nach Remscheid sowie ins britische Belper und nach Nantes in Frankreich transportiert. Die Mega-Pack-Boxen sind dagegen insbesondere bei den Zulieferern der Vaillant Group im Einsatz und werden von einem großen Pooldienstleister bereitgestellt. Bis zu 70 % der Waren werden mittlerweile in Mehrweg-Transportverpackungen des Kevelaer Unternehmens angeliefert; Holzkisten und Kartonagen sind klar in der Minderheit.

Die richtigen Ladungsträger für automatisierte Prozesse

In Remscheid betreibt die Vaillant Group ein vollautomatisches Hochregallager, in dem viele Palettenbewegungen mit Regalbediengeräten, Fördertechnik und Senkrechtförderern stattfinden. Dementsprechend benötigte das Unternehmen standardisierte Ladungsträger, die mit automatisierten Förderanlagen kompatibel sind. Für den werksinternen Transport entwickelte Walther Faltsysteme eine Spezialvariante des Mega-Pack-Systems.

Damit sich die Palettenboxen für das Kettenfördersystem in Remscheid eignen, wurden sie mit vier Füßen ausgestattet anstatt mit Kufen wie handelsübliche Paletten. „Unsere Devise lautet: der Produktionslinie gerecht werden. Unsere Lösungen orientieren sich nicht nur an den Packgütern, sondern auch an den Inhouse-Prozessen beim Kunden“, erklärt van Neerven. Das ist beispielsweise bei den Bauteilen zu beobachten, die in Remscheid angeliefert werden. Die für den Transport von Modulen verwendeten Hyboxen besitzen Schnittstellen für handgeführte Roboter, sodass diese die Systeme aus der Verpackung entnehmen können. Die einzelnen Heizungsmodule wiegen bis zu 28 kg. Daher sind sie nicht für eine manuelle Entnahme geeignet. ■

* Robin Funke ist Leiter Marketing und Kommunikation bei der Walther Faltsysteme GmbH in 47623 Kevelaer, Tel. (0 28 32) 97 23-1 00, r.funke@faltbox.de

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