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Energieketten Igus nimmt automatisierte Testanlage in Betrieb

| Redakteur: Gary Huck

Igus hat auf dem Außenbereich seines Testlabors in Köln eine neue Versuchsanlage für Energieketten in Betrieb genommen. Die Anlage ist für hohe Geschwindigkeiten und lange Verfahrwege ausgelegt.

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Auf der automatisierten Versuchsanlage können Verfahrwege von bis zu 1000 m Länge simuliert werden.
Auf der automatisierten Versuchsanlage können Verfahrwege von bis zu 1000 m Länge simuliert werden.
(Bild: Igus )

Der Außenbereich des Labors von Igus ist laut Unternehmen speziell für Tests mit Energieketten ausgelegt. Bisher konnten auf einer Strecke von 200 m Verfahrwege von 400 m mit Verfahrensgeschwindigkeiten von bis zu 8 m/s simuliert werden. Die neue Anlage schaffe durch zusätzliche Aggregate Verfahrwege von maximal 1000 m. Das System arbeite außerdem vollautomatisch. Verschiedene Faktoren wie Beschleunigung und Geschwindigkeit werden berücksichtigt. Zusätzlich wirken auf die Ketten bei den Tests die mechanischen Belastungen des Transferfahrzeugs und Umwelteinflüsse.

über 10 Mrd. Testzyklen pro Jahr

Das gesamte Labor von Igus in Köln Porz-Lind umfasst 3800 m². Nach Unternehmensangaben werden an 180 Teststationen über 10 Mrd. Testzyklen pro Jahr mit Energieketten und „Chainflex“-Leitungen simuliert. 4100 Kettensystemtests würden dort jährlich durchgeführt werden. Dass Energieketten auf langen Wegen zuverlässig Daten und Energie transportieren, ist für Betreiber von Kläranlagen, Müllverbrennungsanlagen, Kranen, Kraftwerken oder Minen wichtig, heißt es von Igus. Das Unternehmen will über die Tests im Labor gewährleisten, dass diese Anforderungen erfüllt werden.

Mit den Kettensystemen können Strecken von bis zu 1000 m bewältigt werden, ein Füllgewicht von 50 kg/m sei dabei möglich. Bei der Rollenenergiekette „P4“ zum Beispiel wird durch ins Kettenglied integrierte Rollen die Laufreibung reduziert. Die Rollen sind dabei versetzt angebracht und bewegen sich so nicht übereinander hinweg, sondern aneinander vorbei. Der Reibwert und die Antriebsleistung sollen sich so um 57 % reduzieren. Um die Lebensdauer der Systeme zu verlängern, setzt Igus unter anderem spezielle „Tribo-Polymere“ ein.

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