Automatische Kleinteilelager

Im automatischen Kleinteilelager die Komplexität beherrschen

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Das automatische Kleinteilelager ist auf eine Leistung von rund 950 Ein- und Auslagervorgängen pro Stunde ausgelegt. Taktgeber sind die vier automatischen Regalbediengeräte des Typs Boxer D-2 von Stöcklin. Bei diesen Regalbediengeräten handelt es sich um schienengeführte, bodenlaufende Zweimastgeräte, die bei Bedarf Fahrgeschwindigkeiten bis 4 m/s erreichen. Möglich wird diese Dynamik auch durch den Omega-Fahrantrieb mit Doppelzahnriemen, der sich zudem durch minimalen Verschleiß und niedrigsten Energiebedarf auszeichnet. Die Masten der Regalbediengeräte bestehen aus einer Aluminiumverbundkonstruktion und bilden zusammen mit dem Fahrrahmen und dem Mastkopf eine verbindungssteife Konstruktion.

Ein- und Auslagervorgang in 3,5 s bei doppelttiefer Lagerung

Je nach eingesetzten Modulen können Behälter unterschiedlichster Abmessungen (von 200 bis 600 mm und Längen von 300 bis 600 mm) einfach- oder doppelttief gelagert werden. Als Lastaufnahmemittel dient ein Teleskoptisch, der mit zwei stationären Bandförderern ausgerüstet ist, über welche die Behälter kraftschlüssig aufgenommen und wieder abgegeben werden. Pro Lastaufnahmemittel lässt sich ein Gewicht von 2 × 45 kg handhaben.

Bei doppelttiefer Lagerung beanspruchen die Ein- und Auslagervorgänge jeweils minimale 3,5 s. Fahrbefehle werden via TCP/IP vom übergeordneten Rechner an die speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) der Regalbediengeräte übermittelt. Jede SPS ist für vier Aufträge ausgelegt. Ein Auftrag wird abgearbeitet, während die anderen im Auftragsspeicher zwischengespeichert sind. Sobald der aktuelle Auftrag beendet und quittiert worden ist, wird die nächste Order abgewickelt.

Behälter werden der Rücklagerung in das automatische Kleinteilelager zugeführt

Nach Übermittlung eines Fertigungs- oder Kundenauftrags an das Lagerverwaltungssystem reserviert das System die betreffenden Bestände. Der Ort der Materialbereitstellung (Ober- oder Untergeschoss) ist abhängig vom jeweiligen Transaktionstyp. An den Kommissionierarbeitsplätzen werden die ausgelagerten Behälter abschließend gestapelt bereitgestellt. Mit Einlesen des Barcodes wird dem Mitarbeiter angezeigt, aus welchem Behälter Ware zu entnehmen ist.

Nach erneutem Scannen nennt das Lagerverwaltungssystem dann die zu entnehmende Menge. Bei Abschluss des Kommissioniervorgangs für einen Auftrag werden die Behälter erneut gestapelt und nach Betätigung eines in Kniehöhe angebrachten Schalters der Rücklagerung in das automatische Kleinteilelager zugeführt. Leer gewordene Behälter werden aus dem Kreislauf entfernt.

(ID:33228990)