Logistics IT

Intelligentes und transparentes Behältermanagement

| Autor / Redakteur: Max Eder / Sebastian Hofmann

Die Klappkisten von IFCO Systems sind weltweit im Einsatz.
Die Klappkisten von IFCO Systems sind weltweit im Einsatz. (Bild: IFCO Systems)

Die Mehrwegbehälter von IFCO Systems werden jährlich für über 1,4 Mrd. Auslieferungen frischer Lebensmittel eingesetzt. Um den Überblick nicht zu verlieren, nutzt das Unternehmen eine smarte SAP-Lösung.

IFCO Systems ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mehrwegverpackungen für Frischprodukte und betreut Kunden in über 50 Ländern. Das Unternehmen verfügt global über einen Pool von mehr als 290 Mio. Mehrwegbehältern (Reusable Plastic Containers – RPCs), die jährlich für über 1,4 Mrd. Auslieferungen von frischem Obst und Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fischereierzeugnissen, Eiern, Brot und anderen Produkten von den Produzenten zum Einzelhandel eingesetzt werden.

Gesteuert wird das operative Geschäft des Unternehmens von Pullach aus. Über 1100 Mitarbeiter sorgen hier für reibungslose Abläufe. Modernste Planungs- und Simulationstools helfen dabei, die Prozesse optimal zu gestalten. Beim Behältermanagement setzt IFCO unter anderem auf SAP-gestützte Lösungen von Serkem.

Serkem-Template unterstützt alle Stationen des Pooling-Circles

Zuerst bestellt, dann an Kunden ausgeliefert und anschließend zurückgeholt und gereinigt – Behälter bei IFCO durchlaufen einen ständigen Kreislauf. Pooling nennt sich dieses Hauptgeschäft. Es stellt hohe Anforderungen an die Disposition und die Logistik.

Die Behälter von IFCO Systems durchlaufen immer wieder denselben Kreislauf.
Die Behälter von IFCO Systems durchlaufen immer wieder denselben Kreislauf. (Bild: IFCO Systems)

Behälterbestellungen: Hierfür kann das IFCO-Kundenportal genutzt werden. Die Verarbeitung der Bestellungen erfolgt mithilfe der Lösung von Serkem in SAP ohne Medienbruch und ohne manuelle Dateneingaben seitens IFCO. Das Fehlerrisiko sinkt und die Effizienz der Bearbeitung der Bestellungen steigt.

Abholungen vom Handel: Einmal vom Kunden verwendet, müssen die Behälter vom Handel abgeholt werden. Das SAP-Template ermöglicht dabei eine bessere Übersicht bei Mengenabweichungen, eine genauere Steuerung der Transportdisposition und die Bereitstellung der Daten für die nachgelagerte Prüfung zur Gutschriftenabrechnung.

Retouren: Kundenseitige Retouren werden über das IFCO-Kundenportal angemeldet und per Serkem-Template analog zu den Bestellungen im SAP-System verarbeitet. Danach erfolgen die Disposition, die Zusammenstellung und der Versand aller nötigen Dokumente direkt aus SAP heraus. Über eine eindeutige Nummer ist jede abgeschlossene Erfassung über den gesamten Abhol- und Gutschriftenprozess verfolgbar und auswertbar. Manuelle Dateneingaben in SAP werden auf ein Minimum reduziert und einheitliche Masken und Oberflächen minimieren die Fehler auf der Mitarbeiterseite.

Reinigung: Kommen die Behälter nach der Verwendung zurück zu IFCO, durchlaufen diese einen Reinigungsprozess inklusive einer Qualitätsprüfung. Alle Paletten mit sauberen beziehungsweise gereinigten Behältern werden mit neuen QS-Labels gekennzeichnet, per Scan mit den Lieferscheinen verknüpft und die Betriebsdaten im System gespeichert. Durch die Verknüpfung der QS-Label mit den gereinigten Behältern und dem Lieferschein stellt IFCO die Rückverfolgbarkeit der Behälter vom Waschprozess bis zum Kunden sicher – die Lösung in SAP macht's möglich.

Nach dem Einsatz beim Händler vor Ort werden die IFCO-Kisten gereinigt und mit neuen QS-Labeln gekennzeichnet.
Nach dem Einsatz beim Händler vor Ort werden die IFCO-Kisten gereinigt und mit neuen QS-Labeln gekennzeichnet. (Bild: IFCO Systems)

Labeling: Systemseitig werden die QS-Label in SAP über Handling Units als Einheit für Paletten und Behälter abgebildet. Alle Informationen der QS-Label zum Reinigungsdepot, zum Material, zur Trägerpalette und zur Menge sowie zu den Produktionsdaten sind im SAP abrufbar und können jederzeit ergänzt werden.

Gedruckt werden die neuen QS-Label für die Behälter direkt aus SAP. Alle Schritte werden scannergestützt dokumentiert. Ist eine Palette fertiggestellt, wird das Label für die Palette direkt am Bedienterminal ausgedruckt. Der Hauptvorteil der neuen Labels: die Kennzeichnung löst in SAP eine automatische Umbuchung des Bestandes in gereinigte Materialien aus. Dadurch wird die bisher nachgelagerte Buchung abgelöst, aktuelle Bestände sind im System verfügbar und die Disposition wird vereinfacht.

Erneute Verladung: Verladen wird anhand der Transportliste. Der Mitarbeiter ruft den ersten Lieferschein auf und scannt das QS-Label der Palette ab. Sind alle Paletten des Lieferscheins korrekt verladen, bestätigt er die Vollständigkeit der Lieferung. Erst jetzt wird der Lieferschein inklusive der verladenen Menge und der Palettentauschinformation gedruckt. Die Warenausgangsbuchung in SAP erfolgt erst nach Abschluss der Verladung. So ist mithilfe des SAP-Templates genau nachvollziehbar, ob und wann die Verladung erfolgte.

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Besonders nützlich ist die Lösung für IFCO, weil sie die Transparenz über den gesamten Prozess sicherstellt – von der Bestellung durch den Kunden bis zur Auslieferung und darüber hinaus. Ein einheitlicher und durchgängiger Belegfluss in SAP liefert die Grundlage dafür. Die zeitnahen Buchungen der Waschleistungen und der Warenausgänge sorgen für aktuelle Bestände im System.

Hier gibt's weitere Beiträge zu IFCO!

* Max Eder ist CEO bei Serkem in 94535 Eging am See, Tel. (0 85 44) 9 72 60-0, info@serkem.de

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