Flurförderzeuge

Jungheinrichs Lithium-Ionen-Strategie geht auf

| Redakteur: Bernd Maienschein

Wo sonst Kreuzfahrtschiffe anlegen, im Hamburg Cruise Center HafenCity, hat Intralogistikspezialist Jungheinrich Ende Januar auf einer internationalen Pressekonferenz seine neuesten Entwicklungen präsentiert.
Wo sonst Kreuzfahrtschiffe anlegen, im Hamburg Cruise Center HafenCity, hat Intralogistikspezialist Jungheinrich Ende Januar auf einer internationalen Pressekonferenz seine neuesten Entwicklungen präsentiert. (Bild: Maienschein)

Mit einem prognostizierten Auftragseingang zwischen 3,85 und 3,95 Mrd. Euro und einem Ebit zwischen 270 und 280 Mio. Euro wird sich die Bilanz des Hamburger Intralogistikexperten Jungheinrich für 2018 sehen lassen können. Erst im November hatte Jungheinrich seine Erwartungen für das Gesamtjahr 2018 nach oben geschraubt.

Die endgültigen Zahlen veröffentlicht Jungheinrich zwar erst am 20. März, doch schon jetzt ist klar: In den vergangenen fünf Jahren konnte man die Nettoverkäufe um 50 % steigern und auch die Mitarbeiterzahl ist im gleichen Zeitraum um 25 % auf jetzt stolze 17.000 weltweit hochgegangen.

Umsatzverdopplung bei AGV

Hervorragende Zahlen also, die Vertriebsvorstand Christian Erlach auf der internationalen Pressekonferenz der Hamburger präsentieren konnte. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hatte seinen Worten zufolge der Direktverkauf von Jungheinrich in inzwischen 40 Ländern und auch die Entwicklung bei den AGV-Maschinen: Der Umsatz bei den Automated Guided Vehicles konnte verdoppelt werden.

Beinahe schon traditionell wird man den größten Messestand auf der kommenden Logimat stellen – das zeugt von Optimismus, der auch durch die schwieriger werdende wirtschaftspolitische Gemengelage nicht getrübt wird. „Wir sprechen nicht über eine Krise. Es gibt keinen Grund, Angst zu haben“, so Erlach, auf die aktuellen Probleme zwischen den USA und China sowie den bevorstehenden Brexit angesprochen. Auf der kommenden Logimat wird Jungheinrich als Highlight einen rundum neu entwickelten Elektro-Hochhubwaren vorstellen. Ein Jahr, nachdem das Unternehmen mit dem Schubmaster ETV 216i das erste Fahrzeug mit voll integrierter Lithium-Ionen-Batterie herausgebracht hat, setzt Jungheinrich dieses Konzept nun auch beim ETC 216zi um. Dank der fest verbauten Li-Ion-Batterie ist das Fahrzeug besonders kompakt und wendig. Statt in dem bisher bei solchen Flurförderzeugen üblichen Batterietrog hinter dem Hubgerüst befindet sich der Energiespeicher beim ERC 216zi zentral im Fahrzeug verbaut. Mit einem L2-Maß von 1245 mm ist der ERC 216zi mindestens 170 mm kürzer als Vergleichsfahrzeuge und der nach Jungheinrich-Aussage „mit Abstand kompakteste Elektro-Hochhubwagen im Markt“.

Christian Erlach, Vorstand Vertrieb der Jungheinrich AG: „Wir haben wieder den größten Stand auf der Logimat. Mit dem ERC 216zi feiern wir eine Weltpremiere.“
Christian Erlach, Vorstand Vertrieb der Jungheinrich AG: „Wir haben wieder den größten Stand auf der Logimat. Mit dem ERC 216zi feiern wir eine Weltpremiere.“ (Bild: Maienschein)

Christian Erlach: „Manchmal muss man Dinge völlig neu denken und mit dem ERC 216zi zeigen wir, wie das geht. Die fest verbaute Lithium-Ionen-Batterie ermöglicht ein revolutionäres Fahrzeugdesign. Der ERC 216zi ist dadurch ultrakompakt und extrem beweglich. Er ist das perfekte Fahrzeug, wenn es im Lager eng wird und unsere Kunden trotzdem hoch hinaus wollen.“

Erstes eigenes RBG für Kleinteile

Ein Messehighlight in Stuttgart wird das erste von Jungheinrich selbst entwickelte Kleinteil-Regalbediengerät STC sein (siehe auch unser Feature auf S. 28). „In Sachen Umschlagleistung, Energieeffizienz, Raumnutzung und Flexibilität ist das STC ein echtes Hochleistungsgerät und das derzeit beste Regalbediengerät für Kleinteile auf dem Markt. Kein Regalbediengerät seiner Klasse kommt an seine Umschlagleistung heran“, so Erlach.

Eine weitere Neuerung und insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Intralogistik interessant: Seit 2019 sind sämtliche Jungheinrich-Geräte mit einer integrierten Telematik-Box ausgestattet. In Zusammenarbeit mit dem US-Hersteller I.D. Systems, der auf 25 Jahre Erfahrung verweisen kann, bringt Jungheinrich jetzt ein herstellerunabhängiges Flottenmanagement heraus. Es kann individuell an jeweilige Kundenanforderungen angepasst werden.

Weitere Meldungen des Unternehmens:

Jungheinrich

Kommentare werden geladen....

Kommentieren Sie den Beitrag

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Whitepaper

Pick by Voice

Mehrwert im Lager mit Voiteq und Honeywell Vocollect

Schnelligkeit und minimale Fehlerquoten sind bei der Kommissionierung in Zeiten des boomenden E-Commerce-Geschäfts entscheidend. Wie Sprachtechnologie bei dieser Aufgabe unterstützt kann, zeigt dieses Whitepaper von Voiteq und Honeywell. lesen

Haben Sie das optimale Fuhrparkmanagement gefunden?

Durch das richtige Fuhrparkmanagement nicht nur Geld sparen

Durch eine Optimierung des Fuhrparkmanagements spart man nicht nur Geld sondern auch Zeit und eine Menge administrativen Aufwands. Erfahren Sie im Whitepaper, wo Ihre Einsparungspotenziale finden. lesen

Erfolgreich mit Industrie 4.0

Smart Factory

Wir zeigen, worauf es auf dem Weg zur Smart Factory ankommt. Mit Erklärungen, Praxisbeispielen und Dos and Don'ts. lesen

DER NEWSLETTER FÜR INDUSTRIE UND HANDEL Newsletter abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45720787 / Fördertechnik)