Suchen

Lagerverwaltungssystem Lanxess steigert Bestandsgenauigkeit und erhöht Lagertransparenz

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat seit Anfang des Jahres das Lagerverwaltungssystem Pro Store von Team am Standort Uerdingen im Echtbetrieb. Mit der Einführung des Systems und dem integrierten RFID-System sollen die logistischen Prozesse in diesem Werk, eine der weltweit größten Produktionen für Hochleistungskunststoffe, transparenter und sicherer gestaltet werden.

Firmen zum Thema

Lanxess betreibt am Standort Uerdingen eine der weltweit größten Produktionen für Hochleistungskunststoffe.
Lanxess betreibt am Standort Uerdingen eine der weltweit größten Produktionen für Hochleistungskunststoffe.
(Bild: Lanxess)

Das Uerdinger Lanxess-Werk für Hightech-Kunststoffe hat in den letzten Jahren ein enormes Wachstum verzeichnet. Diesem konnten die beleggestützten Abläufe zunehmend nicht mehr gerecht werden. Mit der Einführung der neuen Softwarelösung konnte der Chemiekonzern das Wachstum nun auch auf logistischer Ebene untermauern und die Grundlage für eine weitere positive Entwicklung legen.

Transparenter Materialfluss mit zentralisierten Schnittstellen

Die Warehousemanagement-Software Pro Store von Team stellt eine durchgängige Abbildung des Materialflusses sicher – von der Bestellung der Rohware über den Wareneingang bis zur Produktionsversorgung – und zentralisiert die Schnittstellen von dem Lanxess-SAP-System zu den untergelagerten Systemen, wie dem Produktionsleitsystem zur Steuerung der Produktionslinien und den Abfüllanlagen für die Fertigware. Die Rohware wird bedarfsorientiert in externen Lägern über eine Schnittstelle zum SAP-System angefordert. Im Lager werden die Paletten mit RFID-Etiketten ausgezeichnet und beim Wareneingang im Lanxess-Werk automatisch verbucht. Zu- und Abgänge sowie Transferbestände sind für Lanxess in Pro Store vollkommen transparent. Die RFID-Technik wird in Verbindung mit RFID-Lesegeräten im UHF Frequenzbereich durchgängig im Lager bis zum Übergang in die Produktion eingesetzt. Im Rahmen eines mehrwöchigen Feldversuchs wurden die ausgewählten RFID-Komponenten im Vorfeld getestet.

Hand- und Staplerterminals als mobile Endgeräte

Nach der Einlagerung der Rohware erfolgt die auftragsbezogene Bereitstellung der Ware für die zum Teil mehrstufige Produktion. Die Kommissionierung für die Bereitstellung wird durch stationäre und in die Stapler integrierte Waagen unterstützt, das Gewicht wird automatisch in die mobilen Pro-Store-Dialoge übernommen. Als mobile Endgeräte kommen Hand- und Staplerterminals zum Einsatz. Produzierte Zwischenprodukte werden bei Bedarf mit RFID- Etiketten ausgezeichnet und eingelagert.

Lanxess hat sich für eine stufige Einführung der Lösung entschieden, auch um die Mitarbeiter schrittweise an die neuen Prozesse sowie die eingesetzte Technik heranzuführen und dies mit umfangreichen Schulungsmaßnahmen begleiten zu können. Mit dieser Lösung steigert der Chemiekonzern die Bestandsgenauigkeit und erhöht die Transparenz in den Lager- und Produktionsversorgungsprozessen. Die jetzt variable Schnittstelle zu den externen Lägern erhöht die Sicht auf die Verfügbarkeit der Rohware für die Produktion erheblich.

(ID:42694117)