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Nachhaltigkeit Leuchtmittel LEP für Deutschlands Häfen?

Um bei der Hafenbeleuchtung energieeffizienter zu sein, haben Bremen und Niedersachsen eine Kooperation auf den Weg gebracht. Die Partner bremenports, Niedersachsen ports, JadeWeserPort und BLG wollen in einem Pilot verschiedene Leuchtmittel miteinander vergleichen – darunter auch die neuen LEP-Lampen.

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Auch im Wilhelmshavener JadeWeserPort werden die neuartigen LEP-Leuchtmittel aus den USA zum Einsatz kommen.
Auch im Wilhelmshavener JadeWeserPort werden die neuartigen LEP-Leuchtmittel aus den USA zum Einsatz kommen.
(Bild: bremenports/BLG)

LEP-Lampen werden in europäischen Häfen bisher noch nicht verwendet. Diese innovativen Leuchtmittel werden in den USA produziert und dort bereits an verschiedenen Hafenstandorten eingesetzt. LEP steht für „Light Emitting Plasma“ – eine neuartige Technologie, um energieeffizient und klimafreundlich Licht zu erzeugen. In einer Quarzlampe werden mit Hilfe von Mikrowellen chemische Verbindungen angeregt. So wird ein Plasma erzeugt, das Licht emittiert. Das so erzeugte Lichtspektrum ist dem Tageslicht sehr ähnlich. Diese Technik funktioniert ohne Elektroden oder Glühdraht. LEP ist damit eine punktförmige Lichtquelle; insgesamt ist diese Art der Lichterzeugung sehr effizient, wie es heißt.

Länderübergreifende ökologische Modernisierung

„Neben den bereits eingesetzten Leuchtmitteln Natriumdampf und LED soll in diesem Projekt das innovative und umweltfreundliche Leuchtmittel LEP zum Einsatz kommen“, berichtet bremenports-Geschäftsführer Robert Howe. Der Test sei ein vielversprechender Ansatz, um die ökologische Modernisierung in den Häfen länderübergreifend voranzutreiben – ein gutes Beispiel für sinnvolle Hafenkooperation an der Küste.

So sieht es auch Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG und der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG. „Voneinander lernen, am Wissen der anderen Partner partizipieren und eigene Erfahrungen bereitstellen schafft großen Mehrwert für diese Vergleichsstudie und zeigt, welche Vorteile eine gelebte Partnerschaft zwischen den norddeutschen Häfen hat. Wir alle werden von den Erkenntnissen der Untersuchung profitieren, um unsere Häfen zukunftsgerecht und im Sinne der Nachhaltigkeit auszubauen und zu modernisieren“, erklärt Banik.

Was kostet das Ganze und wer zahlt?

Das LEP-Projekt der Länder Bremen und Niedersachsen wird mit 145.000 Euro aus dem Förderfonds der Metropolregion Nordwest gefördert. Die Gesamtkosten für die Umsetzung des Pilotprojektes belaufen sich auf 308.500 Euro. Unterstützt wird das Projekt von den Beleuchtungsspezialisten A&O Lighting Technology und Glamox Aqua Signal aus Bremen, iSiTEC und CONLED aus Bremerhaven sowie vom Hansestadt Bremisches Hafenamt und der Eisenbahn- und Stadtbahnaufsicht. Auch die Hochschule Bremen begleitet das Vorhaben mit Projektarbeiten im Masterstudiengang „Zukunftsfähige Energiesysteme“.

Die Partner bremenports, Niedersachsen Ports und BLG Logistics wollen die innovativen Leuchtmittel in den bremischen und niedersächsischen Häfen testen. Dazu wurden Teststrecken in Hafenbereichen ausgewählt, die mit Lampen mit LEP-Leuchtmitteln ausgestattet werden sollen. Außerdem wurde bereits eine Musterleuchte aus den USA geliefert. Sie eignet sich für den Einsatz an Hochpunktmasten, wie sie in allen Hafenbereichen zu finden sind. LEP-Leuchtmittel sollen auch in der Straßenbeleuchtung und in Schleusenbereichen zum Einsatz kommen, wie es heißt. Lichttechnische Untersuchungen werden das Projekt begleiten. Zusätzlich wird eine Studie zur „Insektenfreundlichkeit“ der verschiedenen Leuchtmittel von einem Gutachter angefertigt.

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