Nachhaltiger distribuieren Levi Strauss baut das erste Cradle-to-Cradle-Distributionszentrum

Redakteur: Peter Königsreuther

Levi Strauss & Co. sichert seine Zukunft durch den Bau eines nachhaltigen Distributionszentrums in Dorsten (Nordrhein-Westfalen). Miebach Consulting fungiert als Berater, TGW steuert die Intralogistiksysteme bei.

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Levi Strauss & Co. baut im westfälischen Dorsten dieses Distributionszentrum. Miebach Consulting übernimmt die Beraterfunktion von der Planungsphase bis zur Umsetzung. Und TGW liefert hochautomatisierte Intralogistiksysteme.
Levi Strauss & Co. baut im westfälischen Dorsten dieses Distributionszentrum. Miebach Consulting übernimmt die Beraterfunktion von der Planungsphase bis zur Umsetzung. Und TGW liefert hochautomatisierte Intralogistiksysteme.
(Bild: Levi Strauss)

Das Fashion-Unternehmen Levi Strauss & Co. wächst nach eigenem Bekunden in Europa stetig weiter. Um mit der positiven Entwicklung Schritt halten zu können, aber auch den Umweltaspekt im Auge zu behalten, baut das Unternehmen in Dorsten jetzt das erste, auf Nachhaltigkeit ausgelegte Distributionszentrum, das nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip (konsequente Kreislaufwirtschaft) funktioniert, wie es heißt.

Genauer gesagt, geht es um eine zirkuläre Bauweise, die die Wiederverwertung ermöglicht sowie zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung beiträgt. Das Distributionszentrum wird ein Areal von rund 155.000 Quadratmetern umfassen. Ab Ende 2023 sollen dort bis zu 55 Millionen Levi-Strauss-Produkte im Jahr kommissioniert werden können, die sowohl an den Groß- als auch an den Einzelhandel ausgeliefert werden. Im Herbst diesen Jahres wird der Grundstein gelegt.

Die Projektziele werden von zwei Partnern unterstützt

Um das Projekt problemlos umsetzen zu können, setzt man auf zwei Partner. Zum einen berät Miebach im Verlauf der bereits begonnenen Planungsphase bis hin zur Umsetzung. Zum Leistungsumfang gehören laut Levi Strauss auch die Konzeptvalidierung und die Ausschreibung für das Gebäude und die Intralogistiksysteme. Miebach Consulting fungiere quasi als Teilprojektleitung, die auch für die Qualitätssicherung im IT-Umfeld verantwortlich zeichne. Darüber hinaus arbeitet man daran, die LEED- und WELL-Zertifizierung zu erhalten.

Das Distributionszentrum wird ein automatisiertes Ware-zur-Person-Kommissioniersystem erhalten. Genauer gesagt, ist es das System Flashpick von TGW. Hinzu kommt ein automatisches TGW-Kleinteilelager (AKL mit 830.000 Stellplätzen) und ein 5-gassiges Shuttle-System, um die Omnichannel-Fähigkeit und eine schnelle Retourenabwicklung zu erreichen. Auch eine flexible Anpassungsmöglichkeit an sich verändernde Auftragsstrukturen sowie an alle zukünftigen Serviceanforderungen wird es geben.

TGW rechnet vor, dass mithilfe seiner Intralogistiksysteme an Peaktagen bis zu 350.000 Teile versendet werden können. Die Durchlaufzeit vom Auftragsstart bis zum versandfertigen Paket betrage dabei im Schnitt nur etwa 10 Minuten. Um Ressourcen effizienter zu nutzen, werden laut Aussage von Levi Strauss bis zu 70 Prozent der angelieferten Warenkartons wieder für den Versand verwendet. Dabei unterstützt ein Robotersystem von TGW, indem es das automatische Umpacken von den Kartons in Behälter übernimmt.

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