Elektro-Hubwagen Linde erhält die ersten EX-geschützten Elektro-Hubwagen

Redakteur: Claudia Otto

Der Geschäftsbereich Gas der Linde Group hat für verschiedene Produktionsstätten in Deutschland insgesamt 12 Elektro-Hubwagen der Explosionsgruppe II C geordert. Die ersten eigens für diese EX-Kategorie entwickelten Geräte hat der Hersteller Sichelschmidt jetzt ausgeliefert.

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Die Elektro-Hubwagen von Sichelschmidt lassen sich flexibel an unterschiedliche Gebinde und Ladungsträger anpassen. Bilder: Sichelschmidt
Die Elektro-Hubwagen von Sichelschmidt lassen sich flexibel an unterschiedliche Gebinde und Ladungsträger anpassen. Bilder: Sichelschmidt
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Ausschreibung der Linde Group, die die Sichelschmidt Material Handling AG für sich entscheiden konnte, begann ein neues Kapitel beim Explosionsschutz von Flurförderzeugen. Bisher konnte die Linde Group auf den Weltmärkten keine Flurförderzeuge beschaffen, die für den Einsatz in wasserstoffhaltigen oder acetylenhaltigen Atmosphären explizit geeignet waren. Grund: Wasserstoff und Acetylen fallen aufgrund ihrer Eigenschaften in die anspruchvollste Explosionsuntergruppe II C.

Handling von Acetylen und Wasserstoff erfordert höchste Sicherheit

Beide Gase gehören zum Produktions- und Lieferprogramm des Geschäftsbereichs Gas der Linde Group in Deutschland. Bei der Abfüllung dieser Gase in handelsübliche Transportbehälter (Gasflaschen und Flaschenbündel) werden vorzugsweise Elektro-Hubwagen eingesetzt, um die Produktion möglichst flexibel gestalten zu können.

In Gesprächen wurden die Kundenanforderungen definiert, doch schnell wurde klar, dass aufgrund der Atex-Richtlinien eine Neukonstruktion erforderlich werden würde, wie es heißt. Die Konstrukteure konnten als Grundgerät den neuen Elektro-Hubwagen d125 Ex verwenden, den Sichelschmidt zur Achema 2009 präsentierte. Die kraftvollen Drehstromantriebe, eine Eigenentwicklung von Sichelschmidt, erlauben hohe Produktivität und kurze Umschlagszeiten bei geringem Energieverbrauch, so der Hersteller.

Elektro-Hubwagen lassen sich flexibel einsetzen

Für dieses Flurförderzeug entwickelte Sichelschmidt unter anderem einen neuen, EX-gerechten Elektro-Drehstrommotor sowie ein neues Gehäuse für die Steuerung. Zu den weiteren Besonderheiten gehören die optimierten Palettengabeln. Es sei nun möglich, mit zwei Längenvarianten zehn unterschiedliche Gebindetypen zu heben und zu transportieren. Durch eine Schraubverbindung lassen sich diese Wechselgabeln schnell austauschen. So können die Geräte flexibel an allen Linde-Standorten eingesetzt werden.

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