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Kosten und Nutzwert werden in der Analyse zusammengeführt
Die Kosten der NPV-Berechnung setzten sich aus den einmaligen Kosten des zu beschaffenden Systems (Schulungskosten, Hardwarekosten, Softwarekosten und weiteren) und den laufenden Kosten (Systemwartung, Kosten pro Transaktion, Updatekosten, Kosten für die Aufnahme neuer Lieferanten) zusammen. Diesen Kosten galt es anschließend die eingesparten Prozesskosten des Beschaffungsvorgangs gegenüberzustellen, welche durch das jeweilige System realisiert werden könnten. Grundlage hierfür waren die Personalkosten, die für die jeweiligen Prozessschritte (so beispielsweise Lieferantensuche, Bestellung anlegen, Bestellung versenden) eingespart werden könnten. Anhand dieser beiden Größen war es nun möglich, den NPV zu berechnen.
Haas bezieht die Mitarbeiter in das Projekt mit ein
In einem nächsten Schritt wurde mithilfe einer Nutzwertanalyse versucht, qualitative Kriterien der Anbieter vergleichbar zu machen. Wesentlich bei der Suche nach den Auswahlkriterien war, dass nur solche Kriterien verwendet wurden, welche im Vorfeld einen relativ objektiven Vergleich zuließen wie auch in ihrer Bestimmung für das Unternehmen im Alltagsgeschäft praktikabel anwendbar und identifizierbar waren. Es muss dabei hervorgehoben werden, dass die Nutzwertanalyse stark geprägt ist von der Zielsetzung des anwendenden Unternehmens, was aber auch im Kontext des C-Teile-Managements gefordert werden musste, um den Anforderungen des jeweiligen Betriebes gerecht zu werden. Neben der Auswahl der Kriterien wollte man in der Haas Group auch die von einer Einführung betroffenen Mitarbeiter mit ins Boot holen, um so eine größere Akzeptanz zu erreichen. Mithilfe der Borda-Count-Analyse wurde durch die Mitarbeiter bestimmt, welche Gewichtung das jeweilige Kriterium bei der Auswahlentscheidung erhielt. Nach der Erstellung des Grundgerüstes für das Entscheidungsmodell galt es nun, die CTM-Anbieter ausfindig zu machen, welche für die Haas Group infrage kommen würden.
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