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Warehouse Management System

Meilenstein des Software-Engineerings

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Die Wanne wird mit diesem Scan-Vorgang bereits implizit verladen. Zudem ist bei Gefahrgütern, zu denen viele der Artikel bei GLS zählen, die so genannte 1000-Punkte-Regel zu befolgen, bei der gefährliche Güter nach Faktoren wie Menge und Risikofaktor mit Punkten bewertet werden. Bei der Verladung von Versandeinheiten wird vom Logistiksystem überwacht, dass eine Ladung immer unterhalb 1000 Punkten liegt, sodass ein Transport unter Kleinmengenbedingungen erfolgen kann.

Versanddatenübermittlung per EDI

Dementsprechend agieren die Mitarbeiter auf den Warenausgangsbahnen: „Wir verteilen Tüten und Beutel über drei sogenannte Krokodilsarme, welche die Waren nach unten in drei Gitterboxen gleiten lassen“, so Wagner, „und für Paketware wird der Leerbehälterstrom vom Paketstrom getrennt und auf drei Versandbahnen geleitet.“

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Dort erfolgen die Verlade-Scannung und die 1000-Punkte-Prüfung. Bei Bedarf werden neue Ladegefäße generiert, deren Daten dem jeweiligen Logistikdienstleister per EDI übermittelt.

Derzeit werden pro Tag durchschnittlich 2000 bis 3000 Aufträge bearbeitet, dies entspricht bei durchschnittlich zehn bis zwölf Picks pro Auftrag 20.000 bis 30.000 Picks pro Tag. Derzeit werden im Mittelwert 4000 bis 5000 Versandeinheiten pro Tag generiert.

Wie schnell das von Dr. Thomas +Partner realisierte System die Abläufe abwickeln muss, verdeutlichen die sehr kurzen Auftragsdurchlaufzeiten von nur zwei Stunden, wie Wagner schildert: „So manche Eilaufträge werden bis 9.30 Uhr eingelastet, und die betreffenden Sendung muss bis 12 Uhr für den Spediteur abholbereit an der Rampe stehen.“ Dies ist nicht nur sehr schnell, sondern auch für die sehr anspruchsvollen Kunden von GLS äußerst wichtig. Denn welcher Zahnarzt warte schon gerne auf ein dringend benötigtes Teil für den Bohrer, wenn der Patient dringendst Schmerzbefreiung benötigt?

Um in der Metaphernwelt des Dentalbereichs zu bleiben: Derzeit arbeiten Eduard Wagner und sein Team an den, wie er es bildhaft nennt, „End-Schleif-Arbeiten“, unter anderem am Einsatz des Monitoring Systems. ■

* Reinhard Irrgang ist freier Autor in 80639 München. Weitere Informationen: Dr. Thomas + Partner GmbH & Co. KG, 76149 Karlsruhe, Tel. (07 21) 78 34-0, info@tup.com

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