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Warehouse Management System

Meilenstein des Software-Engineerings

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150.000 unterschiedliche Artikel, davon rund 50.000

Bestandsartikel

Insgesamt zählen von den 150.000 Artikelstämmen 50.000 zu den Bestandsartikeln. Das äußerst heterogene und immens breite Artikelspektrum – von der kleinsten Ersatzteilschraube mit 2 mm Durchmesser bis hin zur Originalpalette mit Reinigungsflüssigkeit für Dentallabore – muss zudem auch in Kleinstmengen-Einheiten vorgehalten werden. Eine hohe Dynamik beim Sortiment ist übrigens permanent gegeben, denn pro Woche müssen rund 500 Artikelstammdaten neu angelegt werden.

Zudem waren jede Menge Besonderheiten und Regularien zu berücksichtigen, wie Chargen-, MHD- und Seriennummer-Pflicht, mit Gefahr- und Kühlgut-Vorschriften sowie mit Arzneimittelverfolgungspflichten. Wagner: „Seitens der Stammdaten für das Bestandsmanagement war die gesamte Bandbreite dessen gefordert, was wir mit unserer Software, dem adaptiven TuP-WMS, an Standards als Basis für die dann folgenden Individualisierungen anbieten können.“

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Eine weitere Besonderheit: „Ich war erstaunt, wie wenig sich diese Branche generell Gedanken über die Artikelcodierung in einheitlicher Form macht“, so Wagner: „Zwar wird über HIBC geredet, das ist der Health Industry Barcode Standard, ein Parallelstandard zum GS 1, bis jetzt aber sind nur rund 50 % des Artikelspektrums mit einem HIBC-Barcode versehen.“

Koordinaten-orientierte Kommissionierung

„Die Voraussetzung für die von uns bevorzugte, weil sichere, flexible und schnell erlernbare koordinaten-orientierte Kommissionierung bildete die hohe Genauigkeit bei der Wareneingangserfassung, ebenso beim internen Transport, beim Ein- und Auslagern sowie bei den Pick-Prozessen in den Kommissionierbereichen, sodass stets die richtige Charge eines Artikels zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Versandkarton landet“, betont Wagner. „Allerdings ließ sich dies auch deshalb nicht einfach realisieren, da wir aufgrund der Platzmangelsituation unseres Kunden beispielsweise sogar unterschiedliche Chargen eines Artikels auf der gleichen Koordinate im Durchlaufregal vorhalten mussten.“

Generell sind die sehr unterschiedlichen Lagertypen und -orte für einen durchgehenden, schnellen und präzisen Intralogistikprozess schwierig zu handhaben. Dies auch wegen ihrer teils minimalistischen Dimension, denn das Spektrum reicht von einer 2 cm × 2 cm × 8 cm großen, mit Lagerort-Barcode gekennzeichneten Schublade als kleinstem Lagerplatz bis hin zum kompletten Palettenregal als größtem Lagerort.

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