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Warehouse Management System

Meilenstein des Software-Engineerings

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Wagner über die umfassenden Anforderungen des GLS-Projektes: „Obwohl die Logistikanlagen relativ klein, dafür aber äußerst heterogen sind, und aufgrund des sehr großen und spezifischen Artikelspektrums und der differenzierten Serviceleistungen von GLS waren alle Features und Leistungsmerkmale gefordert, die unsere Software bieten kann.“

18 Monate Planung und Realisierung – 1,5 Produktivtage für das Go-Live

Insgesamt war ein Zeitraum von 18 Monaten für die Komplett-Realisierung des Projekts bei GLS erforderlich, wohlgemerkt bei stets laufendem Betrieb. Nach rund sechs Monaten Planungszeit wurde über weitere sechs Monate bei Dr. Thomas + Partner designt und realisiert, und sechs Monate waren für die Modultests und die Integrationstests vor Ort bei GLS erforderlich.

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Die Umstellung wurde im geforderten kürzestmöglichen Zeitraum von drei Tagen vorgenommen, an einem verlängerten Wochenende vom 7. bis 9. September 2013. „GLS hat uns für die Inbetriebnahme 1,5 Produktiv-Tage zur Verfügung gestellt, allerdings mit der Maßgabe, diesen Produktiv-Verlust in der darauf folgenden Arbeitswoche mit 150 % Leistung wieder einzufahren, was allein bei den acht Schnittstellen eine enorme Herausforderung bedeutete“, betont Wagner.

Denn es mussten im Einzelnen ja die von TuP realisierten Schnittstellen zum KHT-Roboter, zu dem automatischen Lagerliftsystemen, zur PBL-Anlage, zur von S5 auf S7 migrierten SPS, zur MDE-Welt, zum Heidler-Versandsystem sowie zur Navision-Host-Software initialisiert werden.

So wurde Donnerstag um 15 Uhr „der Betrieb leer gefahren, abends haben wir mit Artikelstamm, Bestandsübernahme, Topologie- und ersten Auftragseinlastungen die Anlage so weit hochgefahren, dass GLS am Montagmorgen für das anstehende Tagesgeschäft fit war, denn es galt ja, diese 1,5 Tage Produktions-Stillstand aufzuholen.“

Acht Lagertechniken und acht Schnittstellen

Die Dimensionen des Projektes und der von TuP mit Wagner und seinem Vier-Mann-Team geleisteten Umstellung auf neue Prozesse und neue IT „unter rollendem Rad“, so der illustrierende TuP-Jargon für „Go-Live bei laufendem Betrieb“, lassen sich am besten an der überbordenden Vielfalt der vorhandenen Lagertopologie illustrieren; diesen galt es ja in puncto Prozess-Optimierung, Performance, Effizienz und Flexibilität nachhaltig, wirtschaftlich und zukunftsfähig auf die Sprünge zu helfen: So sind im Logistikzentrum mit seinen rund 3800 m² Lagerfläche acht unterschiedliche Lagertechniken und -systeme in Betrieb: Fachbodenbereiche, Durchlauflager-Kanäle, Pick-by-Light-Kanäle, Tablar-Regallager, automatische Lagerliftsysteme, Schubladensysteme und Rollregale.

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