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Logistik-Outsourcing Miele-Logistiker vor ungewisser Zukunft

| Redakteur: Robert Weber

Der Hausgerätehersteller Miele liebäugelt nach Informationen der „Neuen Westfälischen“ mit einer Ausgliederung seiner Logistik an einen Dienstleister. Die Gewerkschaft IG Metall läuft Sturm und hat Unterschriften gegen die Planungen gesammelt.

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Keine Sorgen: Die Miele-Mitarbeiter in der Fertigung sind nicht von den Planungen betroffen, zeigen sich aber solidarisch mit ihren Kollegen aus der Logistik. Bild: Miele
Keine Sorgen: Die Miele-Mitarbeiter in der Fertigung sind nicht von den Planungen betroffen, zeigen sich aber solidarisch mit ihren Kollegen aus der Logistik. Bild: Miele
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Logistikberatung Metroplan GmbH hat dem ostwestfälischen Traditionsunternehmen einen Einsparbetrag von 2,2 Mio. Euro in Aussicht gestellt, wenn sich Miele von seiner Distributionslogistik trennt und die Aufgaben der Stute Verkehrs-GmbH übergibt. Von den Plänen der Hamburger Consultants wären 230 Logistikmitarbeiter betroffen, heißt es in einem Bericht.

Über 2000 Unterschriften gesammelt

Für die macht sich der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall stark. Vertrauenspersonen sammelten über 2540 Unterschriften unter den Mitarbeiter für den Erhalt der Distributionslogistik. Die Regionalzeitung berichtet, dass dieses Engagement Früchte tragen könnte. Das Blatt zitiert einen Unternehmenssprecher, „dass es erklärtes Ziel sei, möglichst im Rahmen einer internen Lösung“, die Kostenersparnisse zu erzielen. Will heißen: Die Distributionslogistik muss sparen.

Wie das funktionieren soll, blieb offen. Betriebsrat und Geschäftsführung würden sich bei anstehenden Gesprächen darüber austauschen, heißt es weiter. Dafür brauche man aber erst mal die Zahlen von Metroplan, fordert der Betriebsrat und verwies darauf, dass Miele im Geschäftsjahr 2009/2010 mit 2,83 Mrd. Euro den höchsten Umsatz seiner Geschichte erzielt hat.

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