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Auto-ID Mit RFID reichen Stichprobeninventuren

Wie aus einer aktuellen Stellungnahme einer führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Einsatz von RFID im Rahmen von Stichprobeninventuren hervorgeht, sind die von Stat Control entwickelten Stichproben-Inventurprogramme Staseq und Stasam für Stichprobeninventuren bei RFID-geführten Beständen geeignet, wie sie beispielsweise häufig im Bereich Fashion-Logistik anzutreffen sind.

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RFID-geführte Lager eignen sich besonders gut für Stichproben- und Controlling-Systeme von Stat Control.
RFID-geführte Lager eignen sich besonders gut für Stichproben- und Controlling-Systeme von Stat Control.
(Bild: Ernsting's Family)

RFID-Technologie führt zu Transparenz auf Artikelebene, was vor allem bei hochwertigen Gütern in komplexen Lieferketten wichtig ist. Speziell in der Fashion-Logistik liefern Transponder einen wirtschaftlichen Beitrag zur Prozessoptimierung. Die Technik bietet das Potenzial und die Möglichkeiten für eine automatische Einzelteilseparierung, Kommissionierung und Warenverteilung. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründet ihre Einschätzung hinsichtlich der Stichprobeninventuren mit der hohen Bestandssicherheit in Lagern, die permanent und zeitnah durch Einsatz von RFID-Technik überwacht und gesteuert werden. Vor diesem Hintergrund „dürften diese Bestände für den Einsatz von Inventurvereinfachungsverfahren besonders geeignet sein“, heißt es in der Stellungnahme. Eine reine Aufnahme per RFID reicht dagegen nicht für eine Inventur im Rahmen des Jahresabschlusses. Die Evaluierung der Bestandsdaten muss mit einem zugelassenen Verfahren erfolgen, die Stichproben müssen per Inaugenscheinnahme – also physischer Zählung – aufgenommen werden.

Hohe Bestandsgenauigkeit vorausgesetzt

Während es sich bei Staseq um einen Sequentialtest handelt, kommt bei Stasam ein Hochrechnungsverfahren zum Einsatz. Beide Programme wurden auf Basis der Anforderungen für ein Inventurvereinfachungsverfahren nach § 241 Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. Im Vergleich zu den Hochrechenverfahren reduziert der Sequentialtest den Zählaufwand nochmals ganz erheblich, sodass im Idealfall nur noch 30 Stichproben erfasst werden müssen. Der Sequenzialtest setzt eine besonders hohe Bestandsgenauigkeit voraus, wie sie in RFID-geführten Lagern in der Regel vorliegt.

Die Grundannahme bei einer Bestandsführungslösung mit Einsatz von RFID besteht darin, dass der an der Ware beziehungsweise einem Packstück oder Ladungsträger befestigte Transponder alle Informationen für eine eindeutige Identifizierung enthält und diese an die Lesegeräte im Lager oder an sonstigen definierten Punkten der Logistikkette übergibt. Die Prüfer gehen deshalb davon aus, dass in RFID-geführten Lagern der Sequentialtest beziehungsweise die Software Staseq eingesetzt werden kann. Sowohl Stasam als auch Staseq sind kürzlich erneut als zulässig für Inventuren testiert worden.

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