Mobile Datenerfassung

Mobile Datenerfassung ersetzt die manuelle Bestandsführung

| Autor / Redakteur: Franz Pentenrieder / Bernd Maienschein

In der Presslinie werden stranggepresste Profile für den schnell wachsenden Bereich der Crash-Management-Systeme im Automobilsektor hergestellt.
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In der Presslinie werden stranggepresste Profile für den schnell wachsenden Bereich der Crash-Management-Systeme im Automobilsektor hergestellt. (Bild: Constellium Singen)

Bei einem Produzenten von Aluminium-Strangpresserzeugnissen für die Automobilindustrie wurde die Führung der Bestände bisher manuell über handschriftliche Listen verwaltet. Jetzt hat die mobile Datenerfassung Einzug im Fertigmateriallager der Karosseriekomponenten gehalten.

Die Constellium Singen GmbH entwickelt innovative und wertschöpfende Aluminiumprodukte für Anwendungen in der Automotive-, Luftfahrt-, Transport-, Verpackungs-, Energie- und Bauindustrie. Als führendes Unternehmen auf diesem Sektor beschäftigt man circa 9000 Mitarbeiter an Standorten in 26 Ländern. Die primären Geschäftsaktivitäten fokussieren sich auf Aluminium-Strangpresserzeugnisse, Automotive Structures, Walzprodukte und den internationalen Handel.

Bessere Produktionsplanung durch Informationen in Echtzeit

Im Werk Neckarsulm-Dahenfeld werden technisch anspruchsvolle Aluminium-Strangpressprodukte und -lösungen für die Fahrzeugindustrie hergestellt (Bild 1). Die Führung der Bestände an Karosseriekomponenten im Fertigmateriallager wurde bisher manuell über handschriftliche Listen verwaltet. Ein neues, modernes System sollte diese umständliche und zeitaufwendige Arbeitsweise ersetzen.

Das Ziel des Projektes war es, die manuelle Bestandsführung im Fertigmateriallager der Karosseriekomponenten durch eine mobile Datenerfassung zu ersetzen. Zum einen sollten die Lagerbewegungen (Materialflüsse) im bestehenden SAP-System abgebildet, zum anderen die Produktionsplanung durch die Abbildung der Bestände in Echtzeit verbessert werden.

Manuelle Bestandsführung wird Teilevielfalt nicht gerecht

Die Bewegungen der Karosseriekomponenten im Fertigmateriallager wurden täglich gezählt und handschriftlich in einer Liste (circa 100 Artikel pro Lagerhalle) eingetragen. Anschließend wurde diese Liste ins Excel übertragen, in das Büro gefaxt und dort in das SAP-System eingespielt. Die manuelle Bestandsführung erfolgte somit durch eine permanente Inventur. Der jeweils zuständige Staplerfahrer erledigte diese Aufgabe täglich zum Schichtende.

Diese Vorgehensweise war umständlich, zeitaufwendig und die Teilevielfalt wurde mit der Zeit zu groß. Die Fähigkeit, mit der hohen Teilepalette umzugehen, war begrenzt und nicht zukunftssicher.

Eine neue, mobile Software sollte diese Probleme lösen. Die Hauptanforderung bestand dabei in der Anbindung an das bestehende SAP-System sowie der Abwicklung aller Vorgänge über die Windows-Plattform.

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