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Intralogistik Neue Kommissioniergeräte für Küchenhersteller

| Redakteur: Gary Huck

Kardex Mlog hat die Fördertechnik beim Küchenhersteller Nobilia in Verl in Ostwestfalen modernisiert. Teil des Projekts war der komplette Austausch der Kommissioniergeräte.

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Eines von drei neuen, speziell für Nobilia entwickelten Frontenkommissioniergeräten – bestehend aus einem Verteilerwagen mit Hub und mitfahrendem Kanallagerfahrzeug.
Eines von drei neuen, speziell für Nobilia entwickelten Frontenkommissioniergeräten – bestehend aus einem Verteilerwagen mit Hub und mitfahrendem Kanallagerfahrzeug.
(Bild: Kardex)

Die für die Modernisierung verwendeten Kommissioniergeräte wurden laut Kardex Mlog extra für den Einsatz bei Nobilia entwickelt. Sie bestehen aus einem Verteilerwagen mit Hub und einem mitfahrenden Kanallagerfahrzeug. Die drei Geräte kommen in derselben Gasse mit überlappenden Arbeitsbereichen zum Einsatz. Die maximale Fahrgeschwindigkeit liegt bei 120 m/min, die maximale Hubgeschwindigkeit bei 0,5 m/s. Die Geräte können eine Beschleunigung von bis zu 0,5 m/s² sowohl bei Fahr- als auch Hubgeschwindigkeit erreichen. Zur Steuerung der Kommissionierer wird eine S7-1515F (speicherprogrammierbare Steuerung) verwendet. Der Materialflussexperte adaptierte das Anwenderprogramm auf den Kardex-Mlog-Standard und schuf so eine einheitliche Softwareumgebung. Die vorher verwendete Industriebustechnologie wurde im Zuge der Modernisierung durch Profinet- und Profibuskomponenten ersetzt.

10 % mehr Durchsatz durch Modernisierung

Durch die Modernisierung und Optimierung des Kommissioniersystems könne nun 10 % mehr Durchsatz erzielt werden. „Wir wachsen mit den Anforderungen unserer Kunden. Mit der neuen Anlage können wir schneller und noch verlässlicher kommissionieren“, so Rüdiger Sturz, Projektleiter für die Modernisierung bei Nobilia. Für das Projekt wäre beim Küchenhersteller nur ein Zeitfenster von drei Wochen zur Verfügung gestanden. Um die Umbaumaßnahmen trotzdem termingerecht abzuschließen, hätte man bei Kardex Mlog eine Testumgebung für die Geräte aufgebaut, um die Kommissionierer in Echtbetrieb über einen längeren Zeitraum zu prüfen. Laut Sturz konnte so bei den eigentlichen Arbeiten im Lager des Küchenherstellers bereits eine eingespielte Technik installiert und in Betrieb genommen werden.

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Die neuen Geräte sollen primär für die Kommissionierung von Küchenfronten eingesetzt werden. Da diese bei Nobilia stark individualisiert ausfallen können und nach Herstellerangaben Dreh- und Angelpunkt der Produktion sind, könne ein Ausfall im Lager gravierende Folgen nach sich ziehen. Darum hätte man die vorhandenen Geräte nicht instand gesetzt, sondern in den Werksferien gegen neue ausgetauscht.

Nobilia produziert etwa 727.000 Küchen jährlich

Kardex Mlog und Nobilia arbeiteten in der Vergangenheit bereits an anderen Projekten zusammen. Im Jahr 2008 zum Beispiel errichtete der Materialflussspezialist in Werk 2 des Küchenherstellers ein Hochregallager. Nobilia betreibt am Standort in Verl in Ostwestfalen zwei Werke, die jährlich etwa 727.000 Küchen produzieren.

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