Logistische Sicherheit Neues EU-Sicherheitssystem ICS2 schützt Kunden noch besser

Quelle: Pressemitteilung

Das europäische Sicherheitssystem ICS2 hat die zweite Phase erreicht. Ab März 2023 wird es bei Luftfrachtsendungen aus Drittländern greifen, sagt das Softwarehaus Dakosy. Hier mehr Infos...

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Das europäische Sicherheitssystem ICS zur Risikobewertung respektive Gefahrenabwehr geht in seine zweite Phase. Das Folgeverfahren heißt nun ICS2 und bringt nach Aussage des Softwarehauses Dakosy einige Vorteile für Luftfracht-Dienstleister und Reedereien, wenn man aufpasst. Hier mehr dazu...
Das europäische Sicherheitssystem ICS zur Risikobewertung respektive Gefahrenabwehr geht in seine zweite Phase. Das Folgeverfahren heißt nun ICS2 und bringt nach Aussage des Softwarehauses Dakosy einige Vorteile für Luftfracht-Dienstleister und Reedereien, wenn man aufpasst. Hier mehr dazu...
(Bild: Fraport)

Infolge der Terroranschläge vom 11. September 2001 wurde für die Anmeldung von Waren vor Lieferung in die EU das Verfahren ICS zur Risikobewertung beziehungsweise Gefahrenabwehr eingeführt. Das Folgeverfahren namens ICS2 bringt nun Verbesserungen für die Teilnehmer, die speziell in Bezug auf den Wettbewerbsschutz mehr verlangen, betont Simon Lembke, Abteilungsleiter Zoll- und Speditionsanwendungen bei Dakosy. Mit ICS2 zentralisiert die EU dann mit einem Fracht-Vorabinformationssystem die Anmeldung durch die Befördernden, was zum März 2023 für die Fluggesellschaften und zum März 2024 für die Reedereien gilt. Vonseiten des Hamburger Softwarehauses seien die Prozesse und Schnittstellen außerdem schon vorbereitet.

Multiple Filling schützt sensible Daten

Die Meldungen werden künftig direkt an das neue EU-System gesendet, dem sogenannten Shared Trader Interface (STI). Sie müssen dazu bereits vor dem Verladen der Ware vorliegen, betont Lembke. Im Vergleich dazu konnte die Eingangsmeldung bisher spätestens vier Stunden vor der Ankunft in der EU bei jener Zollbehörde elektronisch eingereicht werden, bei der die Ware erstmalig die Zollgrenzen der EU berührte.

Eine weitere wichtige Änderung bei ICS2 sei nun die Möglichkeit, dass Reedereien oder Airlines nur Basisinformationen an das EU-Fracht-Vorabinformationssystem abgeben müssen. Die zusätzlichen Angaben sollen jetzt die Speditionen oder Logistikunternehmen direkt an das ICS-System melden. Dieses Prinzip wird „Multiple Filing“ genannt. Es stelle einen wirksamen Wettbewerbsschutz für die Akteure dar. „Speditionen und Logistiker brauchen nun nicht länger ihre Kunden und die damit verbundenen sensiblen Daten an Reedereien oder Fluggesellschaften preisgeben“, macht Lembke den Vorteil klar.

Für Dakosy-Kunden ändert sich nicht viel

Den Teilnehmern am ICS-Verfahren empfiehlt Dakosy deshalb, sich rechtzeitig auf die Umstellung vorzubereiten. Denn es müsse gewährleistet sein, dass ausreichend präzise Daten zur Verfügung gestellt werden könnten. Für ICS2 wurde auch ein einheitliches Format mit dem Namen Entry Summary Declaration (ENS) festgelegt, das keine Abweichungen zulässt, wie Lembke anmerkt. Auch müssten die Angaben noch präziser gemacht werden, was zum Beispiel den HS-Code (Harmonized Commodity Description and Coding System) betreffe. Bisher mussten entweder die Warenbeschreibung oder mindestens vier Ziffern für die Eingangsmeldung angegeben werden, künftig sind sechs Ziffern des HS-Codes verpflichtend zu übermitteln, so Lembke.

Für die Dakosy-Kunden, zu denen viele große Airlines und Reedereien zählen, arbeitet das Unternehmen, wie es weiter heißt, bereits mit diesem Format. So bleibe für diese im Großen und Ganzen alles, wie es sei. Dakosy kümmere sich dabei um den neuen Meldeweg und gegebenenfalls eine Anpassung der Schnittstellen. Doch sollte man frühzeitig prüfen, inwieweit sich die eigenen Geschäftsprozesse änderten und Mitarbeiter zu schulen seien.

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