Palettenmanagement

Nordzucker-Logistik steigt auf Paletten-Pooling um

| Autor / Redakteur: Holger Sprenger / Bernd Maienschein

Mit mehr als 230 Service-Centern in 35 europäischen Ländern bietet CHEP eine Marktabdeckung wie kein anderer Paletten-Pooling-​Dienstleister.
Mit mehr als 230 Service-Centern in 35 europäischen Ländern bietet CHEP eine Marktabdeckung wie kein anderer Paletten-Pooling-​Dienstleister. (Bild: CHEP)

Neue Produktionsstandorte und grenzüberschreitende Lieferungen – zum Teil mit länderspezifischen Regularien oder Anforderungen – bringen in der Regel Ladungsträger unterschiedlicher Anbieter mit sich. Das Resultat: uneinheitliches Palettenmanagement und hoher administrativer Aufwand. Chep bietet einen Gegenentwurf.

Werden Paletten im Tauschverfahren bezogen, zeigt sich oft das Problem, dass einwandfreie Paletten gegen defekte eingetauscht werden, was die Kosten hochtreibt. Rund die Hälfe der Umlaufkosten entstehen nachweislich durch Reparaturarbeiten an beschädigten Paletten und durch deren Ersatz aufgrund von Verlust, Bruch oder schlechter Qualität. Derartige Ineffizienzen beim Palettenmanagement sind aber in einem gewachsenen System nicht immer auf den ersten Blick sichtbar. Hilfe bietet eine genaue Analyse der Prozesse – ein Schritt, den auch Nordzucker, einer der führenden Zuckerhersteller Europas, zur Logistikoptimierung seiner blauen „Sweet-Family“-Produkte unternommen hat.

Unter der Leitung von Lean Coordinator Dr. Ludwig Munzel startete das Projekt „Paletten Management“, das sich zunächst auf die Werke in Uelzen und Arlöv beschränkte. Bei der Analyse stellte sich schnell heraus, dass das Palettenhandling unterschiedlich ausgeprägt war und eine konzernweite Lösung sinnvoll wäre.

Heterogenes Palettenmanagement

Mit dem Lean-Werkzeug „Wertstromanalyse“ wurden daraufhin an 13 Nordzucker-Standorten detaillierte Prozessaufnahmen durchgeführt und die Logistik auf Verbesserungspotenziale hin durchleuchtet. Im selben Schritt erarbeitete ein Team gemeinsam mit Mitarbeitern vor Ort Lösungen, wie sich der große interne Aufwand für Lagerung, Sortierung, Reparatur und Verwaltung der Paletten nachhaltig reduzieren ließe.

„Wir waren nicht überrascht, dass es für das Palettenmanagement in unseren Standorten unterschiedliche Lösungen gab. Dies ist auch auf länderspezifische Anforderungen unserer Kunden zurückzuführen. In einigen unserer Standorte wurden die betreffenden Prozesse bereits auf lokaler Ebene optimiert, allerdings erfordern die Internationalisierung und damit grenzüberschreitende Lieferungen eine konzernweite Standardisierung“, berichtet Munzel.

CHEP war erste Wahl

Nach der Ausarbeitung eines Anforderungskatalogs für das Palettenmanagement und der Definition von Optimierungsmöglichkeiten entwickelte Nordzucker einen konzernweiten Lösungsvorschlag für seine Kunden aus dem Lebensmitteleinzelhandel. Im Anschluss wurde für die Implementierung des neuen Konzepts der Markt für Palettendienstleistungen nach einem geeigneten Partner gescreent. Aus mehrerlei Kriterien fiel die Wahl auf den Supply-Chain-Lösungsanbieter CHEP, der bereits vor 60 Jahren das System des Paletten-Poolings entwickelt hat. Es zählt auch heute noch zu den effizientesten und rentabelsten Ladungsträgerlösungen auf dem Markt. Nach dem Prinzip „mieten statt kaufen“ zahlt Nordzucker nur für die jeweils im Umlauf befindlichen Paletten. Im Vergleich zum immer noch weit verbreiteten Palettentausch bietet dies viele Vorteile – gerade auch finanziell. So koordiniert und verwaltet CHEP den gesamten Palettenumlauf für die Logistik der „Sweet-Family“-Produkte. Hierzu gehört die Rückführung der Ladungsträger ebenso wie die Instandhaltung von defekten Einzelstücken beziehungsweise deren Ersatz. Als Ergebnis der neuen, an allen Standorten vereinheitlichten Lösung hat Nordzucker nur noch geringen Aufwand bei gleichzeitig mehr Transparenz und Effizienz.

Zu jeder Zeit an jedem Ort

Ein weiterer Nutzen von Pooling ist die hohe Palettenverfügbarkeit zu jeder Zeit an jedem Ort: Mit circa 112 Mio. Paletten im Umlauf, mehr als 230 Service-Centern und rund 315.000 Lieferpunkten allein in Europa ist eine flächendeckende Abdeckung und konstante Verfügbarkeit der blauen Ladungsträger garantiert. Einen zusätzlichen Bedarf ebenso wie einen Überhang an Paletten gleicht CHEP ohne zusätzliche Kosten aus. Ein Vorteil, der sich gerade im Saisongeschäft, wie zum Beispiel zur Adventszeit, auszahlt, in der die süße Produktvielfalt von Nordzucker am meisten gefragt ist. „CHEP stellt uns auf Abruf unkompliziert und termingemäß die gewünschte Menge an Ladungsträgern bereit – ein Kriterium, das für uns entscheidungsrelevant war. Ohne zusätzliche Paletten lässt sich die erhöhte Nachfrage an Ostern und Weihnachten nicht bewerkstelligen“, erklärt Munzel.

CHEP koordiniert den kompletten Paletten- umlauf der „Sweet- Family“-Produktlinie von Nordzucker.
CHEP koordiniert den kompletten Paletten- umlauf der „Sweet- Family“-Produktlinie von Nordzucker. (Bild: Nordzucker)

Darüber hinaus zahlt sich aus, dass CHEP bei den Nordzucker-Kunden aus dem Lebensmitteleinzelhandel seit Jahren als fester Partner etabliert ist. Zum einen harmonisiert dies die Prozesse zwischen Nordzucker und seinen Kunden und bringt Planungssicherheit. Zum anderen lassen sich Synergien beim Transport, wie zum Beispiel durch die Teilnahme an Transportkollaborationen mit CHEP selbst oder anderen Kunden von CHEP, einfach und unkompliziert realisieren.

Hier gibt's weitere Beiträge zu Chep!

* Holger Sprenger ist Manager Sales Operations & Implementation bei der Chep Deutschland GmbH in 50679 Köln, Tel. (02 21) 93 57 15 32, holger.sprenger@chep.com

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