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Förderanlagen Optimierte Anlagenlayouts machen flexibler

Ingenieure des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) tun etwas gegen starre Fördersysteme, die die Flexibilität von Produktion und Logistik einschränken. Sie entwickeln ein Planungstool zur Optimierung dieser Intralogistikanlagen.

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Die „celluveyor“-Module haben drei Räder und können eine beliebig große Matrix bilden, auf der sich Pakete 360° bewegen lassen.
Die „celluveyor“-Module haben drei Räder und können eine beliebig große Matrix bilden, auf der sich Pakete 360° bewegen lassen.
(Bild: IPH)

Während starre Fördersysteme Waren und Pakete üblicherweise von A nach B transportieren, sind modulare Förderer so gebaut, dass sie Objekte theoretisch in jede beliebige Richtung befördern können. Im Gegensatz zu einem starren Fließband sind solch modulare Fördersysteme in der Lage, Pakete untereinander zu tauschen oder sie kurzzeitig zu parken, während andere Objekte sie „überholen“.

Flexibel und unabhängig

Derart flexible Fördersysteme, die in der Industrie weitgehend noch nicht etabliert sind, bestehen aus Modulen, also aus vielen gleichartigen Bausteinen mit Rädern und Rollen, die sich flexibel und unabhängig voneinander bewegen können. Das IPH untersucht in seinem neuen Forschungsprojekt „OptiLay“ diesbezüglich verschiedene Fragen: Lohnt sich der Einsatz teurer modularer Fördersysteme in der Praxis? Wie viele Module sind zur Aufgabenerfüllung nötig? Wie können die Fördermatrizen optimal in ein System aus konventionellen Fließbändern eingebunden werden?

Das Start-up Cellumation beispielsweise beteiligt sich am projektbegleitenden Ausschuss des Forschungsvorhabens. Cellumation ist aus dem Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) GmbH hervorgegangen und hat mit dem „celluveyor“ das deutschlandweit erste modulare Fördersystem auf den Markt gebracht.

Macht sich die Flexibilität auch bezahlt?

Worum geht es in „OptiLay“ genau? Im Projekt entwickeln die IPH-Ingenieure ein Planungstool, mit dessen Hilfe Unternehmen das Layout einer Förderanlage nicht nur planen, sondern auch automatisiert bewerten und optimieren können. So wäre es möglich, dass ein Unternehmen nach einer kurzen Schulung verschiedene Transportanlagenlayouts miteinander vergleichen kann – ganz einfach auf dem Computer. Ziel ist zu ermitteln, ob es sich für das Unternehmen lohnt, ein modulares Fördersystem anzuschaffen und wie dieses System aussehen könnte.

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