Logistikkonjunktur Pandemie kann der Intralogistik nichts anhaben

Deutsche Fördertechnik- und Intralogistikanbieter können auf ein starkes Jahr 2021 zurückblicken: mit einem auf 22,6 Milliarden Euro gestiegenen Produktionsvolumen. Und für das laufende Jahr rechnet der VDMA mit 8 Prozent Wachstum.

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Produktionsvoluen der deutschen Intralogistikbranche (Werte in Milliarden Euro).
Produktionsvoluen der deutschen Intralogistikbranche (Werte in Milliarden Euro).
(Bild: VDMA)

Wie der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik in einer Pressemeldung mitteilt, schätzt er das letztjährige Produktionsvolumen der Branche auf 22,6 Milliarden Euro ein – ein Wachstum von 6 Prozent gegenüber Vorjahr. Und für das laufende Jahr 2022 sollen es noch einmal 8 Prozent Zuwachs werden. Logistik und damit auch Intralogistik hätten durch die Coronapandemie in vielen Kundenbranchen noch einmal erheblich an Relevanz gewonnen.

Lieferengpässe und Materialmangel führen in vielen Bereichen zu veränderten Konzepten in der Bevorratung und Produktionsversorgung. Entsprechend ist die Nachfrage nach Intralogistiklösungen gestiegen

Steffen Bersch, Vorsandsvorsitzender VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik

Auch der Export zieht wieder deutlich an: Nach pandemiebedingten Rückgängen im Jahr 2020 sind für 2021 wieder „deutlich positive Impulse“ zu sehen, wie es heißt.

Deutsche Intralogistikexporte nach Ländern (Werte in Millionen Euro, Zeitraum Januar - November 2021 (Veränderung zum Vorjahreszeitraum in Prozent)).
Deutsche Intralogistikexporte nach Ländern (Werte in Millionen Euro, Zeitraum Januar - November 2021 (Veränderung zum Vorjahreszeitraum in Prozent)).
(Bild: VDMA)

Fachverbands-Geschäftsführer Sascha Schmel relativiert allerdings: „Das Exportniveau, das wir vor Corona hatten, werden wir 2021 noch nicht wieder erreichen. Dennoch freuen wir uns sehr, dass Intralogistikinvestitionen weltweit wieder zunehmen und Projekte umgesetzt werden können.“

Die wichtigsten Zielgebiete und -länder

Wichtigster Handelspartner für deutsche Intralogistik- und Fördertechnikanbieter bleibt der EU-Binnenmarkt. Hier legten die Exporte bis einschließlich November 2021 um knapp 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Frankreich, die Niederlande und Italien sind die Hauptabnehmer in diesem Zeitraum. Ein Exportwachstum gab es auch außerhalb der EU in weiteren europäischen Ländern. Allein nach Großbritannien gingen zwischen Januar und November 2021 fast 38 Prozent mehr Exporte.

Größter Einzelabnehmer waren nach wie vor die USA. Etwa 37 Prozent Wachstum verzeichneten die deutschen Hersteller hier im Export für den genannten Zeitraum 2021. Ein weiterer leichter Rückgang um knapp 2 Prozent hingegen war nach China zu verzeichnen. Im Länderranking liegt China damit nur noch auf Platz 7 für deutsche Intralogistikexporte.

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