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Kommissionierung Pick und Put ergänzen sich

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Um 30 % konnte der Schweizer B2B Bürobedarfsanbieter IBA seine Produktivität dank einer Kombination aus Pick by Light und Put to Light sowie speziellen Kommissionierwagen steigern. Dadurch kann das Unternehmen seinen Kunden auch kürzere Lieferzeiten bieten.

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Mit einer Kombination aus Pick by Light und Put to Light sowie speziellen Kommissionierwagen hat der Schweizer B2B Bürobedarfsanbieter iba seine Produktivität im Lager um 30 % erhöht.
Mit einer Kombination aus Pick by Light und Put to Light sowie speziellen Kommissionierwagen hat der Schweizer B2B Bürobedarfsanbieter iba seine Produktivität im Lager um 30 % erhöht.
(Bild: KBS)

IBA, der bedeutendste Schweizer B2B Bürobedarfsanbieter verarbeitet bis zu 10.000 Bestellpositionen pro Tag mit einer Kombination aus zwei beleglosen, lichtgesteuerten Kommissionierverfahren. In der Logistikabteilung des Unternehmens ergänzen sich die Methoden „Pick by Light“ und „Put to Light“. Bei Pick by Light werden dem Kommissionierer die zu pickenden Artikel und Mengen über eine direkt am Entnahmefach angeordnete Fachanzeige signalisiert. Sie besteht aus einer Blickfangleuchte, einem Display zur Anzeige der Entnahmemenge und einem Quittierungsknopf. Damit bestätigt der Kommissionierer die Entnahme, wobei die Bestandsänderung in Echtzeit an das Lagerverwaltungssystem zurückgemeldet wird. Bei IBA sind 400 Regalfächer mit Fachanzeigen ausgestattet. „In diesen Fächern liegen unsere Schnelldreher, die rund 80 % unseres Auftragsvolumens ausmachen", bestätigt IBA-Logistikleiter Roland Walther.

Ablegen statt Entnehmen

Die übrigen 20 %der Aufträge werden bei IBA mittels einer Put to Light-Strategie zusammengestellt. Put to Light funktioniert umgekehrt wie Pick by Light. Hier führt der Kommissionierer keine Entnahme, sondern eine Ablage des zu kommissionierenden Artikels durch. Es werden die gleichen Fachanzeigen eingesetzt wie an den Regalfächern. Im vorliegenden Fall sind diese auf fünf speziellen Kommissionierwagen montiert, die in drei Etagen bis zu neun Auftragsbehältern Platz bieten - damit können pro Wagen bis zu neun Aufträge parallel und wege-optimiert bearbeitet werden. Jeder Behälterplatz verfügt über eine Fachanzeige. Zusätzlich sind an jedem Kommissionierwagen ein mobiler Handscanner und zur Bedienerführung ein 14 Zoll großer Bildschirm angebracht. Die Stromversorgung des Wagens übernimmt ein Akku, der den Tagesbetrieb ohne Zwischenladung gewährleistet.

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Neun Aufträge parallel

Zu Beginn einer Put to Light-Kommissionierung rüstet der Mitarbeiter einen Wagen mit der benötigten Anzahl an Behältern aus. Jeder Behälter und jeder Stellplatz auf dem Wagen verfügt über einen eigenen Barcode, die anschließend gescannt werden. Auf diese Weise wird jeder Behälter eindeutig einer Fachanzeige und einem Auftrag zugeordnet. Am Ende dieser „Rüstphase“ erscheint auf dem Bildschirm die Position des ersten Artikels und die der Kommissionierer anfährt.

Dort angekommen wird zunächst der am Lagerort angebrachte Barcode gescannt. Dies dient der Kontrolle der angefahrenen Position. Dadurch werden automatisch die Fachanzeigen an den betreffenden Auftragsbehältern am Kommissionierwagen aktiviert, die dem Bediener die für die jeweiligen Aufträge benötigten Stückzahlen anzeigen. Jetzt werden die Behälter nacheinander - und bereits in der für den Versand richtigen Reihenfolge - mit der geforderten Warenmenge befüllt. Jede Ablage wird mit dem Quittierungsknopf bestätigt. Nach diesem Prinzip werden alle Lagerorte abgefahren, bis die maximal neun Aufträge parallel abgearbeitet sind. Dann erscheint auf dem Display des zuletzt befüllten Behälters das Wort „Ende“ und der Kommissionierer fährt den Wagen zur Abladestelle. Dort werden die Behälter auf ein Gebindefördersystem gestellt, mit dem sie in den Warenausgang fahren.

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