Feuerwerkslogistik Pyrotechnik-Jahresumsatz in drei Tagen erwirtschaften

Für die Bremer Comet GmbH, zweitgrößtes deutsches Feuerwerksunternehmen, stehen Sicherheit und Zuverlässigkeit bei der Belieferung der beinahe 20000 Verkaufsstellen im Vordergrund. Denn der gesamte Jahresumsatz mit der als Gefahrgut eingestuften Ware muss innerhalb von drei Tagen erwirtschaftet werden.

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Wenn am 29. Dezember im Einzelhandel der Verkauf von Raketen und Böllern startet, müssen die Norddeutschen, die seit 2005 zum chinesischen Li-Fung-Konzern gehören, ihre logistischen Hausaufgaben gemacht haben. Dann stehen in fast 20000 Verkaufsstellen die charakteristischen Comet-Feuerwerk-Produkte im Regal. Dank jahrelanger Erfahrung und moderner Managementsysteme konnte sich das Team um Geschäftsführer Richard Eickel nach eigenen Angaben als zuverlässiger Dienstleister etablieren.

Sicherheit und Liefertreue bestimmen das Denken bei pyrotechnischen Produkten

Die effiziente Vorplanung des zeitgetakteten Warenflusses sei bei Comet Alltag, aber keine Routine. „Wir haben eine Vielzahl von unterschiedlichen Anforderungen zu beachten. Vor allem Sicherheit und Liefertreue beschäftigen uns, denn hier können wir uns keinerlei Abstriche leisten“, so Eickel.

Schon im Frühsommer sind die beinahe 1000 unterschiedlichen Feuerwerkskörper im neuen Zentrallager in Bremerhaven eingetroffen. Dann müssen die passenden Dienstleister für den Transport der Ware akquiriert und gleichzeitig die Kosten unter Kontrolle gehalten werden. Eickel: „Spediteure, die Gefahrgut transportieren dürfen, werden immer seltener. Das hat natürlich auch Folgen für die Kostenstruktur.“

Zudem schlugen nach seiner Aussage die Containerpreise hart zu Buche. „Wir schicken jährlich 500 Container per Seefracht auf die Reise. Doch wenigstens haben wir heute nicht mit weiter steigenden Raten wie im vergangenen Jahr zu kämpfen, als wir wegen eines generellen Transportverbotes für Feuerwerk vor Beginn der olympischen Spiele in kürzester Zeit alle Bestände ausführen mussten.“

Hochmodernes Lager entspricht Anforderungen der Störfallverordnung

Das rund 25000 m2 große Logistikzentrum in Bremerhaven wurde erst im vergangenen Jahr eingeweiht. Dort lagern die Warenbestände in einem hochmodernen Komplex, der den Anforderungen der Störfallverordnung entspricht. So dürfen auf dem Gelände in unmittelbarer Nähe zum Hafen nur Feuerwerkskörper der Klasse 2 gelagert werden. Zudem müssen Vorgaben des Sprengstoffrechts beachtet werden.

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