Hafenlogistik Rangiert Soja und Mais bedeutend schneller

Rangiermaschinen von Vollert übernehmen in einem Schiffsterminal im brasilianischen Santos den Verschub von Güterzügen bis 3.900 Tonnen. Zwei der Geräte im Terminal des Agrarkonzerns Archer Daniels Midland (ADM) sind diesel-elektrisch angetrieben, zwei laufen kabelgebunden mit Strom.

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Im neuen Hafenterminal von ADM sorgen vier „Rangier-Robot“ aus Süddeutschland für eine schnellere, staubarme Verladung.
Im neuen Hafenterminal von ADM sorgen vier „Rangier-Robot“ aus Süddeutschland für eine schnellere, staubarme Verladung.
(Bild: Vollert)

Das familiengeführte Unternehmen Vollert Anlagenbau aus dem fränkisch geprägten Weinsberg im Nordosten Baden-Württembergs versteht sich auf die Entwicklung wirtschaftlicher Rangiersysteme für Neben- und Anschlussbahnen – und vertreibt diese weltweit. Für den Agrarkonzern ADM haben die Rangierspezialisten jetzt modernste Technik geliefert: zwei diesel-elektrisch angetriebene Maschinen vom Typ Rangier-Robot „PRO DER240“ und zwei kabelgebundene Rangier-Robot „STANDARD KR70“. Alle vier Rangiermaschinen dienen dazu, den Soja- und Maisumschlag bei ADM do Brasil zu beschleunigen. Den Waggon-Vorschub hatte man im Terminal bisher immer rein manuell mithilfe von Traktoren erledigt.

Die teilweise Automatisierung, vor allem aber der neu organisierte Verschub der vollen und leeren Waggons durch insgesamt vier Rangier-Robot, bringen deutliche Leistungssteigerungen.

Christian Langner, Projektleiter bei Vollert

Die zwei diesel-elektrisch angetriebenen Rangiermaschinen übernehmen den getakteten Verschub der vollen Waggons, während die Rückführung und Zusammenstellung der Leerzüge den beiden kabelgebundenen Rangier-Robot überlassen wird.

Staubarme Verladung

Umgerechnet rund 60 Millionen Euro hat sich ADM den Neubau seines rund 80 Kilometer von Sao Paolo entfernt gelegenen Hafenterminals kosten lassen. Wie es heißt, werden durch die Modernisierung bis zu 80 Prozent der während der Verladung entstehenden Emissionen an Staub- und Getreidepartikeln vermieden. Das hat man unter anderem dadurch erreicht, dass die Verladehalle mit Automatiktoren zum Staubschutz ausgerüstet wurde. Und auch die neuen Rangiermaschinen aus Deutschland tragen ihren Teil zur Emissionsreduktion bei.

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