Suchen

Umfrage Risiken für Healthcare-Unternehmen weltweit

Redakteur: Claudia Otto

Den Ergebnissen einer aktuellen UPS-Studie zufolge stellt der rasante Wandel in der Gesundheitsbranche die Führungskräfte von Healthcare-Unternehmen in den USA, Europa und Asien vor Herausforderungen.

Firma zum Thema

Reformen und Gesetzesänderungen im Gesundheitsbereich sorgen für große Besorgnis in der Healthcare-Branche. Bild: UPS
Reformen und Gesetzesänderungen im Gesundheitsbereich sorgen für große Besorgnis in der Healthcare-Branche. Bild: UPS
( Archiv: Vogel Business Media )

Angesichts des großen Kostendrucks, ständig neuer gesetzlicher Auflagen und eines durch Auslaufen von Patenten und wachsenden Wettbewerb bedingten Innovationszwangs schmieden die Chefetagen Investitionspläne und versuchen, ihr geistiges Eigentum und ihre Marktanteile zu schützen.

Healthcare-Branche fürchtet um Schutz geistigen Eigentums

Als weltweite Priorität der Gesundheitsbranche zeichnet sich der Schutz des geistigen Eigentums ab, der für 43% der Befragten zu den größten Unternehmenssorgen zählt. Mit 43% der Befragten ist die Sorge unter den Pharma- und Biotech-Unternehmen auch in Bezug auf das Erlöschen von Patenten groß.

Am meisten beunruhigt sind die Führungskräfte der Branche weltweit jedoch aufgrund von Reformen und Gesetzesänderungen im Gesundheitsbereich (52% der Befragten), gefolgt von zunehmender Reglementierung (48%). Unter den US-Firmen hat die Besorgnis um Reformen seit 2010 zugenommen: Dieses Jahr äußern sich 60% beunruhigt, während es im vergangenen Jahr noch 55% waren.

Reformen und Gesetzesänderungen im Gesundheitsbereich wurden von 47% der Befragten zudem als größte Hürde für die Lieferung hochwertiger und bezahlbarer Gesundheitsprodukte angegeben.

Healthcare-Branche investiert in neue Technologien

Im Rahmen der jährlichen UPS Umfrage, die als „Pain in the (Supply) Chain“-Umfrage bekannt ist, wurden für Healthcare-Lieferketten verantwortliche Mitarbeiter von Pharma- und Biotech-Unternehmen sowie Medizinprodukteherstellern in den USA, Europa und Asien befragt. In ihrem vierten Jahr wurde die Umfrage von TNS durchgeführt und erstreckte sich 2011 erstmals über die USA hinaus.

Infolge von Druck und Veränderungen in der Branche investieren die Führungskräfte zum Ausbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit vermehrt in ihre Lieferketten. Technologische Investitionen standen bei den Strategien an erster Stelle: 86% der Befragten gaben an, in den kommenden drei bis fünf Jahren investieren zu wollen.

Die Erschließung neuer Märkte auf globaler Ebene wurde als zweitwichtigste Strategie zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit genannt: 81% der Befragten gaben an, dass sie beabsichtigten, in den kommenden drei bis fünf Jahren in neue Gebiete zu expandieren.

(ID:382346)