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Fahrerlose Transportsysteme Rocla-Fahrzeuge in der Papierfabrik

In der Papierfabrik der Sappi Alfeld GmbH im niedersächsischen Alfeld südlich von Hannover werden bis zu 5000 kg schwere Papierrollen mit fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) aus dem Hause Rocla bewegt. Das fahrerlose Transportsystem (FTS) mit insgesamt drei Fahrzeugen wurde 2011 in Betrieb genommen.

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Ein fahrerloses Transportfahrzeug von Rocla amortisiert sich nach zwei bis drei Jahren.
Ein fahrerloses Transportfahrzeug von Rocla amortisiert sich nach zwei bis drei Jahren.
(Bild: Rocla )

Das Bewegen von Papierrollen erfordert eine exakte und sorgfältige Arbeit, denn die Rollen können leicht beschädigt werden. Aus diesem Grund hat sich Sappi Alfeld für die fahrerlosen Transportfahrzeuge von Rocla und das Lagerverwaltungssystem (LVS) Metro entschieden. Metro ist eine gemeinsame Entwicklung von Metsys und Rocla und für die Verwaltung der Lagerplätze und die Vergabe der Transportaufträgen an das fahrerlose Transportsystem verantwortlich. Die dynamische Lagerstrategie wird anhand der Produktionsdaten den Bedürfnissen des Kunden angepasst.

Orientierung an Reflektoren an Wand und Stützträger

Der Einsatzbereich der FTF ist nur gering beleuchtet, wodurch zusätzlich Kosten eingespart werden. Für den Betrieb des FTS ist keine zusätzliche Lichtquelle erforderlich. Die Fahrzeuge orientieren sich an den Reflektoren, welche im Lager an den Wänden und Stützträgern befestigt sind. Ein rotierender Laser erfasst die Distanzen zu den Reflektoren und berechnet seine Position mittels Triangulierung (Dreiecksnetz).

Der Abteilungsleiter für diesen Bereich Manfred Rohling ist sehr zufrieden mit der Leistung und Effektivität des FTS und des LVS Metro: „Die Fahrzeuge arbeiten zuverlässig und ohne Pausen. Seit der Inbetriebnahme ist keine Rolle beschädigt worden noch mussten wir danach suchen.“

„Fahrelose Transportfahrzeuge bewegen sich langsamer als herkömmliche Gabelstapler“, sagt Rohling. „Aber weil sie stetig arbeiten, sind sie im Großen und Ganzen effektiver als ihre Vorgänger.“

Kein einziger Unfall im bisherigen Betrieb

Ein wesentlicher Aspekt ist auch die Sicherheit der FTF. „Wir haben bisher keinen Unfall mit den fahrerlosen Transportfahrzeugen gehabt“, sagt Rohling und stellt sich demonstrativ vor einer der Maschinen. Damit zeigt er, wie die Fahrzeuge ihre Umgebung erfassen und Hindernisse rechtzeitig erkennen: Das Fahrzeug kommt 5 cm von Rohlings Fuß entfernt zum Stillstand. Nachdem der Fahrweg wieder frei ist, fährt es selbstständig weiter.

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