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Logistik-Awards RWTH-Wissenschaftler holt DB Schenker Award

Dr.-Ing. Dipl.-Inform. Christian Tummel von der RWTH Aachen gewinnt den mit 10.000 Euro dotierten internationalen Logistikpreis DB Schenker Award. Den Preis erhält der Wissenschaftler für seine Forschungsarbeit „IT-Kooperationsplattform für speditionsübergreifende Direktverkehre von Lkw-Teilladungen“.

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Verleihung des DB Schenker Award 2016 (v.l.): Dr. Hella Schmidt-Naschke (kaufm. GF DB Stiftung), Preisträger Dr. Christian Tummel sowie Dr. Richard Lutz (CFO DB AG).
Verleihung des DB Schenker Award 2016 (v.l.): Dr. Hella Schmidt-Naschke (kaufm. GF DB Stiftung), Preisträger Dr. Christian Tummel sowie Dr. Richard Lutz (CFO DB AG).
(Bild: DB Schenker)

Wie sieht die Logistik der Zukunft aus und welche Chancen bietet die Digitalisierung? Insbesondere kleine und mittlere Speditionen beschäftigt die Frage, wie sie künftig mit den Big Playern mithalten können. Hier können Kooperationen und übergreifende Logistiknetzwerke Lösungsansätze bieten, wie Tummel in seiner Dissertation herausarbeitete. Der diesjährige Preisträger des DB Schenker Award promovierte an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und wurde am 20. Oktober 2016 in Berlin von DB-Vorstand Dr. Richard Lutz ausgezeichnet. Tummel erhielt ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Ebenfalls ausgezeichnet wird Prof. Dr.-Ing. Klaus Henning von der RWTH Aachen für die Förderung und Begleitung der Arbeit von Tummel (5000 Euro).

Es braucht neue IT-basierte Werkzeuge

Dr. Richard Lutz, Vorstand Finanzen und Controlling Deutsche Bahn AG: „Die Arbeit von Christian Tummel über Logistikkonzepte für speditionsübergreifende Direktverkehre von Lkw-Teilladungen ist zukunftsweisend. Denn sie beschreibt die Umsetzung einer IT-Kooperationsplattform und deren Organisation. Die vorgestellten Lösungen und Konzepte lassen sich auf eine Vielzahl anderer Anwendungsdomänen übertragen.“

In seiner Dissertation befasst sich Tummel mit den grundlegenden Anforderungen kleiner und mittlerer Speditionen an Logistikkonzepte und IT-Lösungen für speditionsübergreifende Direktverkehre. Kleine und mittlere Speditionen des Straßengüterverkehrs sind immer stärker darauf angewiesen, die Synergieeffekte speditionsübergreifender Kooperationen zu nutzen und mit konkurrierenden Unternehmen zusammenzuarbeiten. Hierbei wird vermehrt auf Angebote in Form von Frachtenbörsen oder Logistiknetzwerken zurückgegriffen.

Der Transport sogenannter Teilladungen stellt kleine und mittlere Speditionen allerdings bis heute noch vor erhebliche Herausforderungen. Um am Markt mit den Big Playern auch im Teilladungssegment konkurrieren zu können, ist die Umsetzung neuer Kooperationslösungen und der dafür notwendigen IT-basierten Werkzeuge unumgänglich.

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