Logistik 4.0

Schlüsseltrends der Transportlogistik

| Redakteur: Sebastian Hofmann

Die Digitalisierung ihrer Prozesse stellt viele deutsche Logistikunternehmen vor große Herausforderungen.
Die Digitalisierung ihrer Prozesse stellt viele deutsche Logistikunternehmen vor große Herausforderungen. (Bild: Davide Cantelli)

Welche Digitalisierungsthemen sollten Betriebe jetzt auf ihre Agenda setzen? Mit dieser Frage hat sich eine neue Studie der RWTH Aachen University beschäftigt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Noch immer nutzen deutsche Verladeunternehmen durchschnittlich nur etwa ein Drittel ihres Digitalisierungspotenzials.

Gemessen am verkehrspolitischen Potenzial haben deutsche Verladeunternehmen in Sachen digitale Transformation noch viel Luft nach oben. Das zeigt eine aktuelle Studie der RWTH Aachen University in Zusammenarbeit mit der Transporeon Group. Eine besorgniserregende Erkenntnis der Erhebung: Im Schnitt schöpfen Verladeunternehmen gerade einmal rund ein Drittel ihres gesamten Digitalisierungspotenzials aus.

Alles 4.0 oder doch nur Hype? Im Rahmen ihrer Studie hat die RWTH Aachen University eine Stichprobe von 282 Unternehmen aus dem Deutschen Raum untersucht, die zuvor die Analysesoftware „Logistics 4.0“ der Hochschule genutzt haben.

Trotz möglicher Arbeitszeitersparnisse und -Erleichterungen wickeln nur 12 % ihre transportrelevanten Dokumente vollständig digital ab. Vorreiter auf diesem Gebiet sind Handel, Maschinenbau sowie die Consumer- und Automobilbranche. Hier finden in bis zu 80 % aller Betriebe entsprechende Prozesse online statt. Der Forschungsarbeit zufolge hängt der Digitalisierungsgrad dabei auch von der Unternehmensgröße ab: Je kleiner, desto weniger vorangeschritten ist die digitale Transformation.

Die Devise lautet „Klotzen statt Kleckern“

Die Studie zeigt, dass offenbar viele Unternehmen die weitreichenden Potenziale moderner Technologien in der Transportlogistik noch nicht erkannt haben. „Der Einführung von 4.0-Technologien sollte über die gesamte digitale Wertschöpfungskette hinweg eine zentralere Rolle zukommen“, mahnt Prof. Dr. Sabina Jeschke, Head des Cybernetics Lab an der RWTH. „Die in der Studie adressierten, digitalen Kompetenzen müssten sich als industrielle Strandardanforderungen etablieren.“ Viele Unternehmen zeichneten sich jedoch weiterhin durch erheblichen Nachholbedarf aus, während technologischer Vorreiter etwa beim autonomen Fahren oder bei additiven Fertigungsverfahren glänzten.

1. MM Innovationstag Fertigungstechnik 4.0

Den digitalen Wandel in der Produktion bewältigen


Am 7. Dezember findet der 1. MM Innovationstag Fertigungstechnik 4.0 n Düsseldorf statt. Führende Industrieunternehmen wie Siemens, Renishaw, Meusburger, Mikron, c-Com, Open Mind und Solidcam sprechen über die Herausforderungen des digitalen Wandels und wie sie zu bewältigen sind.

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