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Staplercup 2015 Spanien vor Chile und Deutschland

Die „International Championship“, die Firmen-Team-Meisterschaft, ist Teil des Staplercups, der seit 2006 jährlich auf dem Aschaffenburger Schlossplatz stattfindet. Die Endausscheidung der Erstveranstaltung wurde noch in einer Messehalle am Ende der Cemat 2005 in Hannover durchgeführt. 2007 hievte der Veranstalter den Wettbewerb dann auf eine internationale Ebene.

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(Bild: Linde-MH )

Überschwänglicher Jubel bei Francisco Javier Perez, Joel Segura und Josep Llobera: Zum zweiten Mal in der Geschichte der Veranstaltung gewinnt Spanien die International Championship, Teil des Staplercup, der Meisterschaft der Staplerfahrer in Aschaffenburg. Rang zwei eroberten sich die Debütanten aus Chile: Gleich bei ihrer ersten Teilnahme konnten Eduardo Sáez Arévalo, Pedro Rubilar Vera und Marcelo Godoy Contreras nicht nur das Finale erreichen, sondern auch gleich die Titelverteidiger und Favoriten aus Deutschland auf den dritten Platz verweisen.

20 Nationen hatten sich für das diesjährige Finale des Staplercups qualifiziert – wegen unvorhergesehener Ausfälle bildeten die Fahrer aus Lettland und Litauen jedoch kurzerhand ein gemeinsames Team, so dass sich am Donnerstag, den 17. September 2015, neunzehn dreiköpfige Mannschaften in der Arena gegenüberstanden.

Dabei hatte alles so gut ausgesehen...

Nach zwei Vorrunden, in denen mit an den Stapler montierten Tennisschlägern Bälle von A nach B transportiert beziehungsweise mit auf die Gabel aufgesetzten Minifläschchen millimetergenau platziert werden mussten, zogen sechs Teams ins Halbfinale ein. Deutschland lag nach zwei Vorrunden mit mehr als einer Minute in Führung, dicht gefolgt von Spanien, Chile, der Slowakei, Tschechien und Bulgarien. Für die Fahrer aus den letztgenannten drei Länder war hier jedoch Schluss: Sie waren beim Halbfinalparcours „Reifenmontage“ einfach nicht schnell genug.

Der Finalparcours spiegelte eine klassische Aufgabe im Arbeitsalltag eines Logistikers wider: Entsprechend gekennzeichnete Transportboxen mussten in korrekter Reihenfolge im präzisen Zusammenspiel von allen drei Fahrern abwechselnd und schnellstmöglich gestapelt werden. Deutschland lag zunächst souverän in Führung, als der Stapel von Jörg Klößinger, Michael Neumann und Rolf Müller plötzlich in sich zusammenfiel. Das Publikum stöhnte auf – im Lager der spanischen und chilenischen Fans, die sich kurzerhand zusammengeschlossen hatte, brandete der Jubel auf. Die Titelverteidiger konnten sich noch einmal herankämpfen. Als ihr Stapel dann aber ein zweites Mal der Schwerkraft nachgab, blieb ihnen nicht viel mehr, als den Spaniern beim Siegen zuzusehen. Wie in Zeitlupe hob der letzte der spanischen Fahrer seinen Kistenturm in die Endposition – jubelnd stürmten danach rund zwanzig mitgereiste Fans die Arena und feierten ihre Helden.

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