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Stahlhandel Stahlbranche: Analog schlägt digital

Trotz entsprechender Angebote durch die Stahlhändler ist die elektronische Auftragsabwicklung via EDI in der Stahlbranche erst wenig verbreitet. Schlussfolgerung einer aktuellen Studie: Die Branche liebt das Papier noch immer.

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Hauptstandort des Stahl- und Systemdienstleisters Günther + Schramm in Oberkochen.
Hauptstandort des Stahl- und Systemdienstleisters Günther + Schramm in Oberkochen.
(Bild: G+S)

Analoge Bestellmethoden sind in der Stahlbranche nach wie vor weit verbreitet. Nur 23 % der 77 befragten Unternehmen aus der Metall be- und verarbeitenden Industrie nutzen die papierlose Auftragsabwicklung, wie aus einer aktuellen Studie von Günther + Schramm (G+S) hervorgeht, Süddeutschlands führendem Systemdienstleister für Stahl, Edelstahl und Aluminium. Trotz entsprechender Angebote sei die Auftragsabwicklung via Electronic Data Interchange (EDI) erst wenig verbreitet. Hoch im Kurs stünden dagegen individuell zugeschnittene Servicekonzepte des Handels.

Digitalisierung für viele noch kein Thema

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Digitalisierung ist für die befragten Unternehmen mehrheitlich ein Trend für die Zukunft. „Bestellvorgänge via Onlineportal sind im Augenblick eher ein Thema für Trendsetter als für die breite Masse. Was wir aber an unserem eigenen Onlineangebot sehen, ist, dass viele Kunden dort beispielsweise die Verfügbarkeit von Produkten prüfen oder Zolltarifnummern recherchieren“, sagt Jörg Mayer, Leiter Material- und Prozesslogistik bei G+S.

Angesichts der zunehmenden Komplexität der Materiallogistik versprechen sich die Studienteilnehmer von individuell zugeschnittenen Servicekonzepten (85 %) oder durch Just-in-Time-Belieferung (81 %) deutlich größere Optimierungspotenziale. Ein komplettes Outsourcing ist trotz des steigenden Kostendrucks und des zunehmenden Bedarfs an Produktionsflächen nur für 8 % der metallverarbeitenden Betriebe eine Lösung.

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Günther + Schramm (G+S)

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