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Die effiziente Gestaltung von gemeinsamen Abwicklungsprozessen oder die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette (Total Cost of Ownership) bis hin zu gemeinsamen Produktentwicklungsprozessen — das sind nur einige Möglichkeiten, das Optimierungspotenzial an den Schnittstellen zu realisieren.
Von der Not zur Tugend
Häufig sehen sich die Lieferanten in diesen gemeinschaftlichen Optimierungsprozessen als Unterlegene oder gar als Verlierer. Das folgende Beispiel aus der Beratungspraxis der Wassermann AG soll zeigen, dass auch Lieferanten aus der „Not eine Tugend“ entwickeln können: Um Kostenreduzierungen im Einkauf zu realisieren, plante ein Möbelhersteller, seine Standard-Schließlösungen zukünftig aus Asien zu beziehen. Die technisch hochwertigen und innovativen Schließlösungen sollten weiterhin beim deutschen Lieferanten verbleiben.
Auch wenn durch diesen Multiple-Sourcing-Ansatz die innovativen Schließlösungen vom bisherigen Lieferanten teurer würden, ergab sich ein beachtliches Gesamteinsparpotenzial durch die günstigeren Standard-Schließlösungen aus Asien. Für den Lieferanten hätte der Verlust der Standard-Schließlösungen jedoch einen wesentlichen Verlust vom Gesamtgeschäft bedeutet und somit auch einen nachhaltigen Einfluss auf die gesamte Kostenstruktur.
Total-Cost-of-Ownership-(TCO-)Konzept analysiert Kostensenkungspotenziale

Konfrontiert mit dieser Lage, entschied sich der Lieferant für ein gemeinsam mit dem Kunden entwickeltes Total-Cost-of-Ownership-(TCO-)Konzept mit verschiedenen Kosteneinsparungspotenzialen. Ziel des Lieferanten war aber nicht nur die Entwicklung einer günstigeren Kostenstruktur für seinen Kunden, sondern auch eine Partnerschaft als Dienstleister und somit eine stärkere Integration beim Kunden. Im Rahmen des TCO-Ansatzes kamen mehrere Detaillösungen gemäß nebenstehender Grafik zum Tragen.
Der Kundennutzen liegt in den günstigeren Gesamtkosten bei höherem Servicegrad und einer Innovationspartnerschaft im Produktentwicklungsprozess mit dem Lieferanten. Der Lieferant war nun in der Lage, das volle Kunden-Auftragsvolumen zu halten, eine längerfristige Vereinbarung mit dem Kunden einzugehen und den damit geschaffenen Wettbewerbsvorteil auch anderen Kunden anzubieten.
Kostensparen hat mehrere Dimensionen
Durch die tiefgehende Partnerschaft mit dem Lieferanten können nicht nur höhere Rohstoffkosten abgefedert, sondern durch die enge Verknüpfung der logistischen Abläufe auch weitere Prozessvorteile generiert werden. Ein Wassermann-Kunde aus dem Maschinenbau nutzte die Optimierung im Einkaufsmanagement dazu, seine Kapitalbindung zu reduzieren.
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