Suchen

Einkauf und Beschaffung Unternehmen verschenken Wettbewerbsvorteile durch Nachhaltigkeit in der Beschaffung

| Redakteur: Volker Unruh

Obwohl eine nachhaltige Beschaffung zu Wettbewerbsvorteilen führt, spielen für 41% der Einkaufs- und Beschaffungsverantwortlichen des produzierenden Gewerbes ökologische und für rund 25% soziale Standards im Einkauf auch heute noch keine Rolle. Das Ergebnis hat die Studienautoren überrascht.

Firmen zum Thema

Einer Studie von Kerkhoff Consulting zufolge wird Nachhaltigkeit in der Beschaffung für viele belieferte Unternehmen, Endverbraucher oder Behörden immer wichtiger. Bild: Kerkhoff Consulting
Einer Studie von Kerkhoff Consulting zufolge wird Nachhaltigkeit in der Beschaffung für viele belieferte Unternehmen, Endverbraucher oder Behörden immer wichtiger. Bild: Kerkhoff Consulting
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Grund: Laut einer aktuellen Studie des Kerkhoff Competence Center of Supply Chain Management (KCC) an der Universität St. Gallen und des Instituts für Demoskopie Allensbach haben immerhin 34% der 202 befragten Unternehmen erklärt, dass die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards zu Wettbewerbsvorteilen geführt habe.

Wettbewerbsvorteile durch Nachhaltigkeit in der Beschaffung ausbaufähig

Dr. Erik Hofmann, Vizedirektor des Lehrstuhls für Logistikmanagement an der Universität St. Gallen und Projektleiter am KCC, zufolge teilen sich die befragten Unternehmen in zwei Gruppen: Während knapp die Hälfte Nachhaltigkeitsfragen kaum Bedeutung beimesse, habe ein Drittel bereits Maßnahmen in diesem Bereich ergriffen und könne nach eigener Aussage klare Wettbewerbsvorteile für sich verbuchen.

Diese Wettbewerbsvorteile würden sie aller Voraussicht nach weiter ausbauen können, wenn die andere Hälfte der Unternehmen weiter untätig bleibe.

Nachhaltigkeit in der Beschaffung wird wichtiger

Eine Veränderung ist der Studie zufolge jedoch abzusehen. So erwarten 69% der Studienteilnehmer, dass Nachhaltigkeit in der Beschaffung in Zukunft noch wichtiger werden wird.

Als wichtigste Zukunftstrends beschreiben die Befragten die Schonung natürlicher Ressourcen (25%), die Nutzung alternativer Energiequellen (16%) sowie eine schadstoffarme Produktion (12%). 7% machen sich auch bereits Gedanken, wie sie ihre Logistik umweltgerechter gestalten können.

(ID:332053)