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Livetime-Service Vorausschauende Wartung und Livetime-Service

Autor / Redakteur: Gerlinde Stark / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Automatisierte Intralogistikanlagen sind systemrelevante Bestandteile der Supply Chain. Durch die Vernetzung einzelner Komponenten und die Auswertung von Daten per Anlagenvisualisierung und Fernwartung wird die vorausschauende Instandhaltung immer effektiver. Per „Smart Data“ werden mögliche Ausfälle schon vor dem Defekt gemeldet.

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Ein Klinkhammer-Servicetechniker bei der vorbeugenden Wartung im automatischen Kleinteilelager (AKL).
Ein Klinkhammer-Servicetechniker bei der vorbeugenden Wartung im automatischen Kleinteilelager (AKL).
(Bild: Klinkhammer)

Wenn eine automatisierte Anlage nicht 100%ig rund läuft, hat das Konsequenzen, nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für Lieferanten und Partner. Ein gutes Beispiel dafür ist die Automobilindustrie. Kann ein Zulieferer etwa einen Kabelbaum nicht mehr just in time ans Band transportieren, hat das Auswirkungen auf die ganze Lieferkette.

„Für uns bedeutet das zum einen, dass unsere Anlagen perfekt geplant, optimal digitalisiert und vielfach gesichert ausgelegt werden müssen. Zum anderen haben wir für die Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit und Leistungsperformance ein umfassendes Service-24-, Hotline-, Fernwartungs- und Rufbereitschaftskonzept für unsere Kunden entwickelt, inklusive Visualisierungs- und Diagnose-Tool ,KlinkVISION‘“, erläutert Frank Klinkhammer, Geschäftsführer der Klinkhammer Group. Der Service-24 sorgt für eine Rundumbetreuung an 365 Tagen im Jahr, plant Revisionen und Modernisierungen, schult Mitarbeiter und ist vor Ort zur Stelle, wenn die Prozesse nicht reibungslos funktionieren. Eine Soforthilfe bietet die Fernwartung und die moderne Klinkhammer-Visualisierung „KlinkVISION“ mit dem integrierten Diagnose- und Wartungstool.

Nicht jeder Kunde wünscht einen Servicevertrag – aber Sicherheit

„Je nachdem, wie systemrelevant eine Intralogistikanlage ist, entscheiden sich Kunden für einen Servicevertrag inklusive Hotline und mit fest geplanten Wartungsintervallen oder nur für eine Dienstleistung nach Bedarf“, erläutert Frank Hanné, Leitung Service-24 bei der Klinkhammer Group. „Viele unserer Kunden haben einen Servicevertrag, andere nutzen unseren Service nach Bedarf. Es ist am Ende eine Frage der benötigten Sicherheit und der gewünschten Verfügbarkeit der Anlage, denn Kunden mit Servicevertrag werden im Notfall bevorzugt behandelt. Dies wird durch vertraglich festgelegte Reaktions- und Antrittszeiten geregelt, die für jeden Kunden nach Bedarf festgelegt werden können.“

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Um die Verfügbarkeit der Anlage nochmals zu steigern, wurde die Visualisierungssoftware „KlinkVISION“ um ein Diagnose- und Wartungstool erweitert, um Industrie 4.0 und Smart Data stärker zu verknüpfen. Hier werden die benötigten Daten gesammelt und ausgewertet, damit eine vorausschauende Wartung durchgeführt werden kann.

Intuitive Anlagenvisualisierung

„KlinkVISION“ sorgt für eine schnelle Alarmdiagnose im Lager, minimiert Stillstandszeiten und erhöht die Anlagenverfügbarkeit. Gemäß der Idee der „Predictive Maintenance“ werden moderne Nutzdauer-orientierte Wartungsanzeigen und Echtzeitanalysen dargestellt. Die Fernwartung eröffnet Anwendern eine Vielzahl an Möglichkeiten, sodass die Effizienz der Logistikanlage deutlich erhöht wird. Das komplett neue Design der Bedienerführung sorgt für einen bisher nicht gekannten Bedienkomfort und für einen optimalen Überblick bezüglich Anlagenzustand und Materialfluss. Das Wartungstool kann mithilfe Hersteller-definierter Laufzeiten frühzeitig mögliche Schwachpunkte erkennen und diese dem Bediener melden. „Wir haben ein genaues Bild von der Anlage und können sehr gut abschätzen, wann welche Teile ausgewechselt werden müssen. Daran richten wir unsere Wartung aus und sorgen dafür, dass die Anlage reibungslos funktioniert“, so Frank Hanné.

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