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Logistikzentrum Zalando: Top-Logistik, aber Verluste

Redakteur: Robert Weber

Der Onlinemodehändler Zalando investiert in seine Logistik. Die Berliner machten sich kurz vor Weihnachten mit dem neuen Logistikzentrum in Erfurt ein vorzeitiges Geschenk. MM Logistik war bei der Eröffnung dabei. Allerdings: Das Unternehmen schreibt weiter rote Zahlen. Bei der Feier sprachen die Verantwortlichen auch über ein leidiges Thema – die Retouren.

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(v.l.): Rubin Ritter (GF Zalando), Christine Lieberknecht (Ministerpräsidentin Freistaat Thüringen), Matthias Machnig (Wirtschaftsminister Thüringen), David Schröder (Logistikleiter Zalando), Andreas Bausewein (OB Erfurt) und Andreas Fleischer (Goodman Regional Director Germany).
(v.l.): Rubin Ritter (GF Zalando), Christine Lieberknecht (Ministerpräsidentin Freistaat Thüringen), Matthias Machnig (Wirtschaftsminister Thüringen), David Schröder (Logistikleiter Zalando), Andreas Bausewein (OB Erfurt) und Andreas Fleischer (Goodman Regional Director Germany).
(Bild: Zalando)

„Das Unternehmen macht insgesamt noch Verluste“, erklärte Geschäftsführer Rubin Ritter am Mittwoch bei der Eröffnung eines Logistikzentrums in Erfurt gegenüber der dpa. Er begründet das mit Investitionen in das Wachstum. Die wohl wichtigste davon in der jungen Unternehmensgeschichte ist das neue Logistikzentrum in Erfurt. Die Immobilie ist das größte Lager für ein Onlineunternehmen in Europa, sind die Zalando-Macher stolz. Eigentümer der Immobilie ist der Entwickler Goodman. Die Zahlen: Der erste Bauabschnitt umfasst eine Lagerfläche von 78.000 m². Ab Mai 2013 sollen zwei weitere Hallen den Betrieb aufnehmen. Das Logistikzentrum erreicht dann eine Größe von 128.000 m². Kostenpunkt: Über 70 Mio. Euro, so Andreas Fleischer, Regional Director Germany von Goodman. 2013 sollen dann 1000 Mitarbeiter kommissionieren und verpacken.

WMS ist Eigenentwicklung, Intralogistik kommt von Vanderlande

Die Intralogistik verantwortet Vanderlande. Beim Warehouse-Management-System setzt der Modehändler auf eine Eigenentwicklung. „Wir sind Modeunternehmen, Logistiker im B2C-Markt, Technologieunternehmen und Händler“, erklärte Zalando-Logistikchef David Schröder. Bito lieferte die orangefarbenen XL-Boxen – für viele Schuhe. Die Regale kommen von Rauscher. In Mönchengladbach soll ein Schwesterlager von Zalando entstehen, das dann auch für die europäische Expansion genutzt werden soll. Für dieses Projekt sei die Intralogistik noch nicht vergeben worden, erklärten Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung in Erfurt gegenüber MM Logistik.

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Im Pressegespräch erklärte Schröder weiter, die Retourenquote liege in Deutschland bei etwa 50 %. Dieser Wert entspreche damit dem Branchendurchschnitt. Mit Blick auf die anderen europäischen Märkte hieß es: In Frankreich würden die Kunden am wenigsten zurückschicken. Mehr zum Zalando-Logistikzentrum lesen Sie in der Ausgabe 1/2013.

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