Industrie 4.0 Zwei Schwergewichte basteln an digitalisierten Lieferketten

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Deutschlands viertgrößtes Bankhaus, die Commerzbank, und der Telekommunikationsplatzhirsch Deutsche Telekom kooperieren bei digitalen Industrielösungen. Ziel sind durchgängig automatisierte Lieferketten mit integrierten Finanzlösungen.

Telekom und Commerzbank kooperieren: Durchgängig automatisierte Lieferketten mit integrierten Finanzdienstleistungen werden entwickelt.
Telekom und Commerzbank kooperieren: Durchgängig automatisierte Lieferketten mit integrierten Finanzdienstleistungen werden entwickelt.
(Bild: Deutsche Telekom/GettyImages )

Nach Einschätzung von Dr. Jörg Oliveri del Castillo-Schulz, er ist Chief Operating Officer von Deutschlands viertgrößter Bank für Privat- und Unternehmenskunden, der Commerzbank, werden sich Lieferketten durch digitale Vernetzung und integrierte Zahlungen „rasant verändern“. Sein Geldhaus hat das erkannt und will sich ein großes Stück des „Digitalisierungskuchens“ abschneiden. Deshalb kooperiert das Frankfurter Geldinstitut auch mit einem anderen deutschen Schwergewicht, der Deutschen Telekom, in Gestalt ihrer Tochter T-Systems.

Gemeinsam mit T-Systems arbeiten wir an skalierbaren Lösungen, damit unsere Kunden ihre komplexen Lieferketten effizienter, resilienter und produktiver gestalten können.

Dr. Jörg Oliveri del Castillo-Schulz, COO bei der Commerzbank

Was heißt das Ganze nun für die Kunden? T-Systems und Commerzbank setzen bei ihrer Kooperation auf die ganze Klaviatur derzeitiger Hype-Themen: 5G, Künstliche Intelligenz (KI), Internet-of-Things (IoT), Blockchain, Cloud und Sensorik. Ganz konkret: Firmenkunden würden von der digitalen Verknüpfung der „echten“ (physischen) mit der finanziellen Lieferkette profitieren. Und zwar durch:

  • effizientere, transparentere und resilientere Lieferwege,
  • intelligentes Lagermanagement,
  • besseren Zugang zu Liquidität,
  • integrierte automatisierte Finanzservices sowie
  • Kosteneinsparungen.

Insbesondere für produzierende Unternehmen sei ein durchgehender Bestand, die rechtzeitige Lieferung des für die Produktion benötigten Materials und dessen fristgerechte Bezahlung wichtig, geben die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung zu bedenken.

Technik meets Cash

Wie Urs M. Krämer, Geschäftsführer Vertrieb von T-Systems, erklärt, bräuchten Unternehmen Technologien wie 5G, IoT oder auch die Cloud, um digitale Informationen mit jedem in der Lieferkette weltweit auszutauschen. „In der Zusammenarbeit mit der Commerzbank bringen wir die Technologie- mit der Finanzwelt zusammen, um alle Aspekte einer Lieferkette – vom Einkauf, Rechnungsstellung über die Logistik bis hin zu den Zahlungen – zu digitalisieren“, sagt Krämer. Beide Unternehmen wollen in einem Test, der über sechs Monate laufen soll, die digitale Lösung gemeinsam mit einem Pilotkunden aus der Logistik optimieren. Die individuellen Herausforderungen des Kunden beim Liefervorgang oder im Warenhaus sollen dabei berücksichtigt werden. Dafür wird die Infrastruktur des Werner-von-Siemens-Centre in Berlin genutzt. T-Systems betreibt darin einen Forschungs- und Entwicklungshub für Industrielösungen.

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Durch wissenschaftliche Expertise unterstützt wird die Commerzbank bei ihrem Vorhaben im Rahmen ihrer Kooperation mit dem Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML). Der dortige Institutsleiter Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Henke zum Engagement seines Lehrstuhls: „Durch die Integration der Blockchain-basierten Lösung, die wir gemeinsam mit der Commerzbank im Rahmen des Trade Finance Innovations Lab entwickeln, sind die Partner zukünftig in der Lage, physische und finanzielle Lieferketten miteinander zu verknüpfen, um eine wirtschaftliche End-to-End-Automatisierung in Supply Chains zu erzielen.“ (bm)

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